Scan 569
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Wörnle, Matthias I. — Mittenwald. Geb. 1816, † 1881
2Sohn und Schüler von Christoph W. und wie dieser hauptsächlich für die Verleger tätig.
4Wörnle, Matthias II. — Mittenwald. 1919
5Ein sehr geschickter Geigenmacher, der den Feldzug mitgemacht hat und jetzt selbständig arbeitet.
7Wörnle, (N.?). — Mittenwald. 1720
8Der Name kommt auch »Wörle« geschrieben vor. Er verwendete ein flaches Modell von origineller Form und gelben Lack.
10Wohlenberg, Wilhelm. — Güstrow i. M. Geb. 1853 in Ohof bei Meinersen (Hannover)
11Er war ursprünglich Musiker (Geiger) und als solcher in Baden-Baden, in Krolls Etablissement in Berlin, in Bad Homburg usw. engagiert. Aus lebhaftem Interesse für sein Instrument erlernte er von Wunderlich das Geigenmachen und vervollkommnete sich durch Selbststudium noch weiter. Im Jahre 1898 gründete er in Güstrow seine Werkstatt für Geigenbau, verbunden mit einer Musikalien- und Instrumentenhandlung.
12Geigenzettel: Wilh. Wohlenberg, Güstrow. / Fecit 189. (gedruckt).
14Wohner, Johann. — Schönbach b. E.
15Unter den Meistern von 1826 findet sich auch sein Name. Ein Vincenz Wohner arbeitet noch jetzt als Geigenmacher in Schönbach.
17Woldemar, Michel. — Orléans. Geb. 1750
18Komponist, Violinist und Schriftsteller, Erfinder der »Violine-Viola«, einer Violine mit fünf Saiten. Wie in unseren Tagen Ritter der Viola noch eine E-Saite hinzufügte, so ergänzte Woldemar die Besaitung der Violine durch eine C-Saite.
20Wolf, E., lebte als Geigenmacher in Halle; 1900 erscheint Elise Wolf als Inhaberin seines Geschäfts
22Wolf, Gustav. — Straßburg i. E. Geb. 17. März 1889
23Sohn eines Musikalien- und Klavierhändlers. Von 1906 an war er Schüler von Caressa & Français in Paris. Durch den Tod seines Vaters wurde er Ende 1908 veranlaßt, in die Vaterstadt zurückzukehren, wo er in dem bereits vom Großvater im Jahre 1825 begründeten Geschäft seine Geigenmacherwerkstatt eröffnete. Auf seinem Zettel führt er den Namen der Firma, also S. Wolf. Er arbeitet nach Lupot und verwendet einen gelblichroten Lack. Er befaßt sich besonders mit der Reparatur alter Saiteninstrumente.
24Geigenzettel: Monogramm S. Wolf, Strassburg i. E. / 24, Meisengasse 24 / Kunstgeigenbauer. — Luthier d’Art. / Schüler von / Caressa & Français vorm. Gustave Bernardel, Paris (gedruckt).
26Wolf, Jörg. — Füssen. 1493
27Bis jetzt der älteste nachweisbare Füssener Lautenmacher, der im Jahre 1493 das Bürgerrecht erwarb. Sein Bürge war Hans Kegel (Kögl), den man wohl als seinen Zunftbruder ansehen darf. (Vgl. Baumann, Geschichte des Allgäus.)
29Wolf, Johann Wolfgang. — 1798
30Mit diesem Namen befindet sich in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln eine fünfhörige thüringische Volkszither.
32Wolf, Josef. — Wien. 1860
33Ein Klaviermacher, der auch einige Geigen und Violoncelli von mittelmäßiger Arbeit gemacht hat.
35Wolf, Karl, lebt als Streichinstrumentenmacher in Neuhaus bei Budweis
36Wolf, Raimund, lebt als Geigenmacher und Händler in Heidelberg
37Wolf, S. s. Gustav Wolf
38Wolfaert, Eewont (Eduard). — Antwerpen. 1588
39Gehörte als Clavecinmacher der Lukasgilde an. Vermutlich hat er auch Lauten gemacht.
41Wolff, Carl. — Berlin. Geb. 28. Juli 1795 zu Bernstadt in Schlesien, † 2. Januar 1854 in Berlin
42War anfangs Militärmusiker, wurde von Straube zum Reparieren und zum Bau neuer Streichinstrumente angeleitet und brachte es darin zu einer gewissen Fertigkeit. Seine Streichinstrumente, die alle sehr stark im Holz sind, finden im Orchester gute Verwendung, sind aber oft roh ausgeführt und wenig elegant in der Form. Auch sein Holz und sein dunkler Lack lassen zu wünschen übrig. — Sein Sohn, der noch 1861 lebte, war sein Nachfolger.
44Wolff, Friedrich Philipp. — Wien. 1839. 1841
45Er soll Klaviermacher gewesen sein und hat sich gelegentlich auch als Geigenmacher versucht. Als solcher nannte er sich einen Schüler von J. G. Stauffer. Wenn er ohne Mithilfe arbeitete, brachte er nur dilettantische Instrumente zustande.
46Geigenzettel: Einem Originale des Antonio Straduarit (sic) / in Cremona genau nachgefertigt / von J. G. Stauffer, und Fried: Wolff, / in Wien Anno 1841 (geschrieben).
48Wolff, Gebrüder. — Kreuznach. 1879. 1900
49Streichinstrumenten- und Saitenfabrik, die seinerzeit von Hermann Röselmüller eingerichtet und von ihm durch mehrere Jahre geleitet wurde. Erfinder einer verwendbaren stummen Violine. Teilhaber und Chef war Leopold Wolff, seit 1876 Kapellmeister des Kurorchesters in Bad Münster am Stein. Der spätere Inhaber Julius Wolff wurde 1918 für tot erklärt. Das Geschäft ging auf die Witwe über.
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- Wörnle, Matthias I.
- Wörnle, Matthias II.
- Wörnle, (N.?)
- Woldemar, Michel
- Wolf, Gustav
- Wolf, Johann Wolfgang
- Wolf, Josef
- Wolff, Friedrich Philipp
- Wolff, Gebrüder
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