Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 57

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

51 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 53. See the scan on archive.org.

1Borlon (Porlon), Francis. — Antwerpen. 1645
2Als Lautenmacher stand er in hohem Ansehen. Eine schöne, große Viola von ihm besitzt die St. Jakobskirche in Antwerpen.
3Geigenzettel: Francis Borlon tot Antwerpen / op de Cathelyne Vest (gedruckt).
5Borlon (Porlon), Jan. — Antwerpen. 1670. 1680
6Vielleicht ein Sohn von Francis oder Peeter B. Man kennt einen Baß von ihm, dessen Arbeit nicht gerade bemerkenswert ist.
7Geigenzettel: Joannis Borlon / tot Antwerpen (gedr.).
9Borlon (Porlon), Peeter. — Antwerpen. 1636. 1647
10Vielleicht ein Sohn von Aert B. Er baute 1647 für den Kirchenchor der Kathedrale in Antwerpen einen noch heute erhaltenen Kontrabass.
11Geigenzettel: Peeter Porlon tot Antwerpen fecit / 1647 (gedruckt).
13Bortolotti, Giovanni. — Verica (Frignano). 1884. 1894
14Seine Bässe werden gelobt.
16Bortolotti, Luigi. — Mailand. 1815
17Wenig bekannter Geigenmacher, der aus einer guten Schule hervorgegangen ist, sauber arbeitete und gelben Lack gebrauchte. Häufiger kommen Gitarren usw. von ihm vor. A. Gautier in Nizza besitzt eine sorgfältig durchgeführte Zither von ihm mit der Brandmarke: Luigi Bortolotti / 1815.
19Bosch s. auch Posch
20Bosch, Hans. — Kassel. Geb. 15. April 1881 in Thannhausen a. d. M. (Bayern)
21Ein Architekt, hervorragender Raumkünstler, der als leidenschaftlicher Musikfreund sich schon in früher Jugend mit dem Bau von Musikinstrumenten befaßte, was auch sein Vater, der als Altarbauer und Tischlermeister die nötige Handfertigkeit von vorneherein besaß, schon tat. Seine Studienjahre und seine Berufstätigkeit nahmen ihm wohl längere Zeit die Gelegenheit, seiner Liebhaberei nachzugehen, dann kam der Krieg, an dem er, als er nicht mehr felddienstfähig war, als Bauingenieur bei der Heeresbauverwaltung teilnahm, aber sobald er wieder einige freie Zeit hatte, kehrte er mit erneutem Eifer an den Werktisch zurück, und, angeleitet durch Wettengels Buch, und durch sorgfältiges Studium alter Geigen und zahllose Versuche und Vorübungen geschult, begann er seine erste Geige zu bauen. Mit rastlosem Eifer arbeitete er weiter und brachte es schließlich so weit, daß seine Arbeiten jetzt den Vergleich mit jeder neuen Geige eines zunftgerecht ausgebildeten Geigenbauers aushalten und sich auch durch großen, edlen Ton auszeichnen.
22Geigenzettel: Johannes Bosch / Thannhausen a. d. M. Bayern (gedruckt).
24Bosi (Basi), Florianus. — Bologna. 1756. 1782
25Er baute vorzugsweise Lauten und Mandolinen und liebte es, die Hälse mit Elfenbeineinlagen zu verzieren. Eine seiner Lauten war in der Sammlung Cavallieri in Ferrara. Eine römische Mandoline von ihm aus der Sammlung Snoeck befindet sich in Berlin.
26Geigenzettel: Florianus Bosi in via / S. Mamoli-Bonon.e / Fecit 1756
28Bossard, Louis s. Desjardins
29Bossard & Bonnel. — Rennes. 1900
30Geigenmacher, Händler und Reparateure der Gegenwart.
32Bossart, Rudolf. — Augsburg. Geb. um 1561. 1625
33Im Augsburger Meisterregister von 1615 wird er als Lautenmacher, 54 Jahre alt, angeführt. Erwähnt wird er ferner im Meisterregister von 1619 und im Steuerbuche von 1625. Er war vielleicht der Vater Jacob Bossarts, der sich jedoch Bosshart schrieb.
35Bosshart (Bossart), Jacob. — Augsburg. 1625. 1640
36Im Augsburger Steuerbuche wird er zuerst als Jacob Bossart ohne Angabe des Berufs im Jahre 1625 erwähnt. Von ihm haben sich noch einige Geigen erhalten, die durch hohe Wölbung, hohe Zargen und kurze Ecken auffallen. Er hatte sein eigenes Modell, arbeitete sorgfältig und nahm gutes Holz und feurigen, durchsichtig-rotgelben Lack. Die F-Löcher schnitt er parallel mit den Jahren. In der Sammlung Fritz Wildhagens in Halensee b. Berlin befindet sich ein sehr schön gearbeiteter, mit Elfenbeinstreifen eingelegter Chitarrone von ihm v. J. 1629. Der Körper des Instruments ist aus Zypressenholz.
37Geigenzettel: Jacob Boßhart / in Augspurg 1626 (gedruckt).
39Botelli, Angelo. — Neapel. 1857
40In seinen Violinen spürt man noch die Nachwirkung der guten neapolitanischen Werkstatt-Tradition.
42Bothe. — Berlin. 1787
43Ein Instrumentenmacher dieses Namens wird als Erfinder einer chromatischen Harfe genannt und soll auch Gitarren nach eigenen Grundsätzen gebaut haben.
45Bothwell, William. — Aberdeen. Geb. 1815 in Aberdeen
46Nachfolger von John Young. Er machte nur billige Geigen und Violoncelli nach einem eigenen Modell. Das Holz ist gewöhnlich unschön, die Einlage manchmal aber recht kunstvoll. Er verwendete nie Zettel.
48Botin. — Chantilly. 1795. 1800
49Ein Geigenmacher dritten Ranges, der vielleicht in Mirecourt gelernt hat.
50Geigenzettel: Abb. 69.

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.