Scan 570
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Wolff, Johann Kaspar. — Straßburg i. E. 1680
2Ein jetzt wenig bekannter, seinerzeit jedoch angesehen Lautenmacher, der Schwiegervater von Johann Valentin Storck, der wahrscheinlich seine Werkstatt übernahm.
4Wolfram (Wolfrum), Sebastian. — München.
5† vor 1762
6Hoflautenmacher. War als tüchtiger Meister geschätzt, so daß der kurfürstliche Hof auch nach seinem Tode der Witwe Maria W., die das Geschäft bis 1780 fortführte, allerlei Arbeiten (Neuanfertigung und Reparaturen, so 1772 um 111 fl.) übertrug. Er war der Lehrer von Greg. Sidtler, der später das Geschäft von der Witwe kaufte.
7Geigenzettel: Sebastian Wolfram Chur / fstl. Camer und Bürgl.-Lautten und Geigenma / cher in München 1760 (gedruckt).
9Wollenhaupt, Bruno Emil. — New York
10Ein Professor, der eine Violine erfand. Er wollte die Tonfülle und Tonstärke der Violine dadurch vergrößern, daß er im Körper des Instruments Saiten anbrachte, welche beim Anstreich einer der vier Saiten auf dem Griffbrett harmonisch mitklingen sollen. Es waren 12 solcher Hilfssaiten vorhanden, welche von c bis b oder von g bis fis in Halbtönen von außen mittels Schlüssels gestimmt werden konnten. Durch eine durch das Kinn zu bewegende Dämpferleiste können die Hilfssaiten abgedämpft werden. Die Hilfssaiten können auch durch einen Stahlkamm mit Zungenstimmen ersetzt werden. Die erste Violine nach diesem System wurde von G. Gemünder sen. in Astoria gemacht. Bei seiner Reise durch Europa hat Prof. Wollenhaupt auf seinem Instrument vor Prof. Joachim in Berlin und anderen Autoritäten gespielt.
12Wolters, Jean-Mathias. — Paris. 1740. 1777
13Geschickter Geigenmacher deutscher Abstammung, von dem Vidal eine gute Viola d’amore mit gelbem Lack bekannt wurde. In der Sammlung Savoye befand sich eine kleine, sechssaitige Viola von schöner Arbeit, doppelt eingelegt, ebenfalls mit gelbem Lack. Von ihm dürfte auch die Harfe in der Sammlung Fritz Wildhagen in Halensee b. Berlin mit der Inschrift: Wolter porte S. Denis / à Paris stammen.
14Geigenzettel: J. M. Wolters fecit Lutætia / parisiorum, aux Faubourg / St. Antoine a paris 1749 (geschrieben).
16Wolz (Woß), Daniel Adalbert. — Postelberg.
17Nach 1680
18Frau Josefa Theuerle auf den Kgl. Weinbergen bei Prag besitzt eine Viola mit dem untenstehenden Zettel, der mir nur in einer Abschrift bekannt wurde. Das Stift Ossegg bewahrt ein Bassetto von einem Daniel Adalbert Waldter in Postelberg. Durch die Übereinstimmung der beiden Vornamen und des Wohnorts könnte man annehmen, daß es sich um einen und denselben Geigenmacher handelt. Vermutlich ist der Name Waldter (Wolter) abgekürzt geschrieben, so daß man allenfalls Wolz lesen kann.
19Geigenzettel: Daniel Adalbert Wolz / Inn Postelberg 168 . . (geschrieben).
21Wood, G. F. — London. 1905
22In einer guten Geige fand ich seinen Namen.
24Wood, T. — Blindley Head (Surrey). † 1890
25Ein guter Geigenmacher, der besonders wegen seiner Kunst zu lackieren ein gewisses Ansehen besaß.
27Woodlad soll der Name eines von 1820—1840 vorkommenden englischen Geigenmachers gewesen sein, der ein flaches Modell hatte und sauber arbeitete
29Woodney, H. — Manchester. 18./19. Jahrhundert
30Am besten als Violenbauer.
32Worcken (?), Georg. — 1636
33In zwei Taschengeigen, die ich nicht selbst gesehen habe, soll dieser Name gelesen worden sein.
35Worden, James. — Preston. Geb. 25. August 1839 zu Leyland
36Er ist gelernter Orgelbauer und Klaviermacher, macht aber auch recht gute Violinen, die er nach verschiedenen Vorbildern sorgfältig baute. Er verwendet Whitelaws und Watsons Lack. Auf seinem Zettel ist neben dem Namen das Osterlamm abgebildet. Er pflegte jede seiner Geigen einem andern Heiligen zu widmen. Als gut geschulter Musiker hat er sich auch besondere Verdienste um die Hebung des Musiklebens in Preston erworben. Seine Biographie veröffentlichte Meredith-Morris in »The Strad« 1901 Nr. 133.
37Geigenzettel: (Osterlamm, darunter: P. P.) James Worden Maker / Preston 1909 / Sub Titulo St. . . . (gedruckt).
39Wornum, Robert. — London. Geb. 1742, † 1815
40Ursprünglich Musikalienhändler, versuchte er sich auch im Instrumentenbau und machte hauptsächlich Gitarren, aber auch Geigen und Violoncelli. Er wohnte Wigmore Street Nr. 42. Sein Sohn (oder Neffe) Rob. Wornum (Store Street Belford square, London), 1780 bis 1852, ist der Erfinder des »Piano-Buffets«, das er in den Jahren 1813—1827 fabrizierte.
42Worschel, Antonio. — Mailand. 1697
43Ein Deutscher, der wohl als Gehilfe nach Italien gekommen und dort seßhaft geworden war. Seine Arbeit, in der nur noch wenige Anklänge an die deutsche Schule zu merken sind, ist sehr sorgfältig, das Holz gut gewählt, der Lack braun. Am besten gelangen ihm die Schnecken. Eine gute Violine von ihm besitzt Max Schäffner in Hamburg.
44Geigenzettel: Antonio Worschel / fecit Milano 1697 (gedruckt).
46Woß s. Wolz
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