Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 571

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

28 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 567. See the scan on archive.org.

1Wotruba (Otruba), Josef, lebte um 1877—1881 in Nieder-Georgenthal
2Wouldhave, John. — North Shields. 1859. 1865
3Saubere, aber unkünstlerische Arbeit, mittelmäßiger Spirituslack.
4Wright, Daniel. — London. 1743. 1745
5Von ihm ist nur bekannt, daß er eine Zeitlang in Holborn wohnte, und auch dies nur nach seinem Zettel: Made by Daniel Wright / in Holborn London (gedruckt). Ein J. Wright war noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts tätig.
6Wrozina, Ignaz. — Perth. 1886
7Erhielt 1886 auf der Edinburgher Ausstellung für das schöne Modell und den guten Ton einer Geige die silberne Medaille.
8Würffel (Würfel), Jeremias. — Greifswald. 1686. † 1725
9Er dürfte ein Sohn des Johannes W. und ein Enkel eines gleichnamigen Hofmusikus des Königs Gustav Adolf gewesen sein. Er war 1686 bereits Stadt- und Universitätsmusikus und verheiratet mit der Witwe des Stadtmusikers Henning Bolte († 1676). Er fertigte auch Lauten und Geigen an, und von ihm dürfte die mit J. Wurffel, Musicus I(nstrumentalis) bezeichnete sechssaitige Altviole in der Berliner staatl. Sammlung herrühren. Sie ist von auffälliger Bauart; der Unterkörper des Schallkastens ist nochmals eingekerbt, auch die Schalllöcher sind eigenartig und die Zargen sehr hoch, Decke und Boden mit Kreuzblumen eingelegt, und am Wirbelkasten befindet sich ein hübsch geschlitzter Löwenkopf. Sein gleichnamiger Sohn (geb. 1682, † 1766), war Organist an allen drei Greifswalder Kirchen; ob er auch Geigen gemacht hat, ist unbekannt.
10Würffel, Johannes. — Greifswald. 1663
11Eine schöne Viola di Gamba mit einem vergoldeten Frauenkopf am Wirbelkasten, die 1883 auf der von der holl. Gesellschaft »Pulchri Studio« veranstalteten Ausstellung zu sehen war, trug diesen Namen und Jahreszahl. Johannes W. war vermutlich ein Sohn jenes Jeremias W., der schwed. Hofmusiker war und nach 1632 in Stettin gelebt haben soll, aber auch in Greifswald nachweisbar ist. Johannes W. ist wohl auch der Vater des 1678 geborenen nachmaligen Theol.-Professors Johann Ludwig Würfel, der auch Organist an der Nikolaikirche, Regimentsprediger Karls XII. und Pastor an St. Marien war und 1719 starb. Vgl. Kirchhoff, Der Stadtkure-in Greifswald S. 23.
12Württemberg, Wenzeslaus. — 1770
13Eine Violine mit diesem sonst nicht bekannten Namen bot vor mehreren Jahren Harry Dykes für 17½ Pfund Sterling zum Kaufe an.
14Wulff, B. — Kopenhagen. 1794
15Ein Deutscher, wahrscheinlich ein Musiker, der auch Geigen machte.
16Wunderlich, Albin. — Berlin-Charlottenburg. Geb. 10. Juni 1873 in Wernitzgrün i. S.
17Nachdem er seine Lehrzeit in seiner Heimat durchgemacht, arbeitete er in verschiedenen größeren Werkstätten, kam im Jahre 1901 nach Berlin und war hier bei den besten Meistern tätig, bis er sich 1912 selbständig machte. Durch äußerst saubere Arbeit, schönen Ton und vorzüglichen Lack gelang es ihm, die ungeteilte Anerkennung von Musikern und Kennern zu verdienen.
18Geigenzettel: Albin Wunderlich / gebaut [Monogramm] Berlin 19 . . (gedruckt).
19Wunderlich, Friedrich. — Leipzig. Geb. 15. Juni 1878 in Zwota i. S.
20Nachdem er das Bogenmachen gründlich erlernt hatte, kam er zu Albert Nürnberger als Gehilfe und blieb dort mehrere Jahre lang, bis er sich im Jahre 1898 in Markneukirchen selbständig machte. Später verlegte er seinen Wohnsitz nach Leipzig. Er macht alle Teile seiner Bogen selbst, arbeitet hauptsächlich nach Tourte und poliert die Stangen wie dieser ohne Schellackharz usw., so daß sie mit Alkohol gereinigt werden können, ohne den Glanz zu verlieren. Er imitiert auch alle andern Meister des Bogenbaus und betreibt dies als Spezialität. Der Frosch ist bei ihm dadurch besonders haltbar konstruiert, daß er den sog. Froschring verbessert hat, auch den Kopf macht er kräftiger, so daß der Bogen beim Neubehaaren keinen Schaden leiden kann. Da er sich auch auf das Holz sehr gut versteht, sind seine Bogen wirklich tadellos.
21Wunderlich, Friedrich Albin. — Markneukirchen. Geb. 24. Dezember 1864, † 1910 in Eubabrunn
22Bruder von Wilhelm August W. Schüler von Hermann Dölling sen. Seit 1882 arbeitete er selbständig und war Vormeister der Geigenmacherinnung; er galt als ebenso geschickt in der Neuherstellung wie in der Wiederherstellung alter Geigen.
23Wunderlich, Gustav. — Leipzig, Berlin. Geb. am 4. Juli 1872 in Hennebach-Landwüst (Kr. Zwickau)
24Schüler von Karl Köhler in Schönbach. Nachdem er von 1890—1897 in Markneukirchen, Dresden, München und Leipzig als Gehilfe gearbeitet hatte, machte er sich im letztgenannten Jahre in Leipzig selbständig und verlegte später seinen Wohnsitz nach Berlin. Er arbeitet sehr sorgfältig, und seine Geigen werden von den besten Kennern sehr gelobt. Er hat sich auch durch allerlei Erfindungen verdient gemacht und stellt sehr gute übersponnene Saiten her. Er hat u. a. auch das »kleinste Streichquartett der Welt« gebaut.
25Geigenzettel: Gustav Wunderlich / Leipzig (gedruckt).
26Wunderlich, Otto Felix. — Moskau. Geb. 1873 in Markneukirchen
27Schüler von C. Richard Mönnig in Markneukirchen. Arbeitete seit 1891 als Geigenmacher in Köln a. Rh..

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.