Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 575

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

39 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 571. See the scan on archive.org.

1Zaller, Johann. — Brünn. 1806. 1808
2Ein Lautenmacher, der 1808 das Bürgerrecht erwarb. Im Protokoll der Tischlerzunft heißt es von ihm am 30. März 1806: »Johann Zaller, gebürtig von Brünn als Instrumenten Baumeister bey der hiesigen Zunft gegen dem inkorporirt worden, das er keine weitere Tischlerarbeit als bloße Instrumenten verfertigen könne, und das ihm die Gesellen nach gebührendem Range zuge lassen werden, hat erlegt 15 fl.«
4Zanabon. Diesen Namen findet man ohne weitere Angaben bei Valdrighi (3483)
6Zander. — Stockholm. 1782
7Ein schwedischer Hofmusiker, der sich mit dem Ausbessern alter Geigen beschäftigte.
8Geigenzettel: Reparerad af Kongl. Hof- / Musicus Zander 1782 (gedruckt).
10Zanetto, Pietro. — Brescia. Soll 1686 (?) noch gelebt haben
11Mir sind mehrere Violinen mit dem Zettel: Pietro Zanetto di Brescia bekannt geworden. Die Zettel sind nicht immer einwandfrei gewesen, aber die Instrumente waren im Brescianer Stil gehalten und erinnerten an Maggini. Eine Familie Zanetto ist aber in Brescia nicht nachweisbar. Es wäre möglich, daß dieser Pietro Zanetto (= Gianetto, Koseform von Giovanni), wenn er überhaupt gelebt hat, identisch mit dem mutmaßlichen Nachfolger Magginis Pietro Santo (Sanetto? Maggini) sein könnte, ich halte es aber für wahrscheinlicher, daß Pietro Zanetto in Treviso der Taufpate aller »Zanetto«-Geigen ist. Mit Zanetto Michelis oder Peregrino di Zanetto kann dieser Pietro Zanetto nicht in Verbindung gebracht werden. — Eine gute Geige von ihm mit doppelter Einlage besitzt u. a. Lehrer K. Kuhn in Reichenberg. — Vgl. auch Zanura.
13Zanetto s. Michelis
15Zanfi, Giacomo. — Modena. Geb. 1756, † 1822
16Er war Musiklehrer, was er auch auf seinen Zetteln betont. Seiner Arbeit nach, die nicht schlecht ist, dürfte er sich Cassini zum Vorbild genommen haben. Er machte Geigen aller Art und verwendete einen dunkelgelben Lack. Zwei Kontrabässe von ihm befanden sich in der Sammlung Valdrighi.
17Geigenzettel: Jakobus Zanfi Musicae professor / fecit Mutinae 1809 / et restauravit 1822 [G Z / M in einem Kreis stehend] (gedruckt).
19Zani, Francesco. — Reggio (Emilia). 1724. 1765
20Seine Violinen sind gewöhnliche Handwerksarbeit ohne Stil und Kunstwert, klingen aber manchmal nicht übel. In seinen geschriebenen Zetteln ahmt er gedruckte Buchstaben nach.
22Zanoli (Zaniol), Giacomo. — Venedig, Padua, Verona. 1740. 1757
23Sohn des Giov. Batt. Z. Anfangs arbeitete er in Venedig und war 1740/41 in Padua. Er kehrte jedenfalls nach dem Tode seines Vaters nach Verona zurück, wo er die ererbte Werkstatt übernahm. Seine Arbeit ist meistens ohne höheren Kunstwert, doch hat er auch einzelne sehr schöne Violinen gebaut, eine solche besitzt Hugo Seling. Die Wölbung nimmt Z. gerne nach Guarneri und bevorzugt einen braunrötlichen Lack. Seinen Venezianer Zettel scheint er sich selbst gesetzt und gedruckt zu haben.
24Geigenzettel: Abb. 845 und 847.
26Zanoli (Zanola), Giov. Battista. — Verona. 1760. 1757
27Sehr ungleich arbeitender Geigenmacher, der viele billige Geigen von roher Arbeit hergestellt hat, die wenig Italienisches an sich haben. Er wendet ein ziemlich flaches Modell an und hat oft einen schlechten Lack. Auch seine besseren Geigen haben keine schönen Umrisse und auffallend kleine F-Löcher. Aber man sieht doch, daß er, wenn er wollte, ganz gut arbeiten konnte und sich auf das Holz verstand. Sein Modell ist nicht ohne Eigenart: obere Breite 162 mm, untere 198, Abstand der Ecken voneinander oben nur 142 mm, unten 165 mm, Höhe der Wölbung samt Zargen 67 mm. Die Schnecke ist oval.
28Geigenzettel: Joannes Baptista Zano- / li in Verona 17.. (gedruckt). — Joannes Baptista Zanola / Verona 17.. (gedruckt). — Joannes Baptista Zanoli / Verone fecit 17.. (gedruckt). (Auf anderen Zetteln vor der Jahreszahl: anno.)
30Zanoli, Valentino (?). — Venedig. 1733 (?). 1783
31Vielleicht ist Zanoli (= Gianole) die Koseform des Taufnamens, und statt Valentino »Valonini« zu lesen. Die Geige, die ich von ihm in Händen hatte, trug einen kaum mehr lesbaren Zettel, war von mittlerer Größe und erinnerte an deutsche Arbeit. Der Ton war leidlich gut. Sollte er doch zur Familie Zanoli gehören, könnte er ein Sohn von Giovanni Battista gewesen sein.
33Zanotti, Antonio. — Mantua. 1709. 1740
34Er stammte aus Lodi und war ein tüchtiger Meister, dessen Arbeit an Pietro Guarneri, manchmal auch an Guadagnini erinnert. Er gebrauchte ein flaches Modell, braungelben Lack und verschiedene Zettel. Zwei Violinen von ihm besitzt Prof. Cav. Fr. Pasini in Brescia. Eine sehr schön klingende Violine von ihm besitzt Stefi Geyer.
35Geigenzettel: Antonius Zanotus Lodegianus / Mantua 1709 (gedruckt). — Antonius Zanotus fecit / Mantuae anno 17.. (gedruckt). — Antonius Zanottus Lodegianus / fecit Mantuae, sub Titulo Fortunae / 1727 (gedruckt).
37Zanotti (Zannotti), Christofano. — Modena. 1685
38Er wird als Bogenmacher in einer Urkunde von 1685 erwähnt (Valdrighi S. 283), war aber wohl Geigen- und Lautenmacher, da damals die Bogenmacherei für sich schwerlich betrieben wurde.

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.