Scan 577
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
60 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 573. See the scan on archive.org.
1gutes, engjähriges Deckenholz, wenig geflammtes Ahornholz und gelbbraunen Lack. Der Boden ist in der Regel zweiteilig.
2Geigenzettel: Gottfried Zenker / Geigenmacher / Rumburg i. Böhmen / 1813 (geschrieben).
4Zencker, Heinrich Gottlob. — Schreiberhau i. Schl. Anfang des 19. Jahrhunderts
5Seinen Zettel veröffentlicht P. de Wit. Im Gemeindearchiv in Schreiberhau findet sich kein Eintrag, der über ihn Auskunft geben könnte. Geigen von ihm habe ich nicht kennengelernt.
6Geigenzettel: Heinrich Gottlob Zencker / Geigen und Instrumentmacher / in Schreiberhau (gedruckt).
8Zenker, Johann Christian. — Hermsdorf. 1745
9Ein nicht ungeschickter Geigenmacher, vielleicht der Vater der beiden vorhergenannten. Eine gute Viola von ihm besitzt Hr. v. Staben in Hirschberg i. Schl.
10Geigenzettel: Johann Christian Zanker / Lautten- und Instrumentenmacher / in Hermsdorf unterm Kynast. 1745 (gedruckt).
12Zentis, Girolamo (Hieronymus) de. — Viterbo, Rom. 1633. 1680
13Ein berühmter Zembalomacher, der außer Klavizimbeln auch Lauten gebaut hat. Eine Theorbe von ihm besaß Dvořák in Prag. Er ist, wie G. Kinsky vermutet, identisch mit Gerolamo de Leutis.
15Zerboni, Antonio. — Mailand. 1829
16Gust. Siefert besitzt eine kleine Viola von ihm, gut im Ton, rötlich lackiert, mit dem gedruckten Zettel: Antonio Zerboni / a Milano 1829 (gedruckt).
18Zesserini soll der Name eines am Anfang des 19. Jahrhunderts geschätzten italienischen Geigenmachers gewesen sein, bei dem u. a. auch Lorenz Küntzel gelernt haben will
20(no line here) one of two readings
21Zettler. — (Füssen?). 17./18. Jahrhundert
22Eine sechssaitige Diskantlaute aus Wurzelahorn besitzt E. Löwenfeld in Wien. Sie trägt einen verstümmelten Zettel mit dem Namen: 'Zettler … Der Arbeit nach rührt sie von einem Meister der Füssener Schule des 18. Jahrhunderts her. Die Zettler waren jedoch in Füssen selbst nicht einheimisch, wohl aber in der Kemptener Gegend, wo sich der Name bis in den Anfang des 15. Jahrhunderts zurückverfolgen läßt.
24Zettler, Andreas. — Wien. 1837
25Er wird in Schuberts Lexikon als tüchtiger Geigenmacher hervorgehoben; auch in J. G. Albrechtsbergers sämtlichen Schriften über Generalbaß, Harmonielehre und Tonsetzkunst (Wien 1837) wird er in der Reihe der damals in Wien arbeitenden Geigenmacher aufgezählt; doch gelang es mir nicht, eine Geige von ihm aufzutreiben. Seinem Zettel nach war er auch nicht Geigen-, sondern Gitarrenmacher, er wird also wahrscheinlich Geigen nur repariert haben.
26Geigenzettel: Abb. 851 (Kupferstich).
28Zeyden, van der, siehe v. d. Syde
29Zharski, Ignatz. — Lemberg. 1847
30Ist mir nur durch einen Reparaturzettel bekannt geworden.
31Geigenzettel: Ignatius Zharski repa- / ravit Leopoli 1847 (gedruckt).
33Zianni, Pietro. — Bologna. 1748. 1750
34Er hatte ein schmales und flaches Patron, verarbeitete gutes Holz, war aber kein großer Künstler. Dr. Lieber- son in Charlottenburg besitzt eine Violine von ihm.
35Geigenzettel: Petrus Zianni fecit / Bononiae anno 1750 (gedruckt). — Pietro Zianni / Bologna 1748 (gedruckt).
37Zidrich, Jakob. — Brünn. 1824
38Ein wenig bekannter Instrumentenmacher, der 1824 das Bürgerrecht erwarb.
40Ziegner, Herold. — Berlin. 1906. 1920
41Guter Geigenmacher der Gegenwart, der bei Ernst Keßler gearbeitet hat und auf der Weltausstellung 1911 in Turin gut vertreten war. Er verwendet geschriebene Zettel und macht seine Geigen in allen Teilen eigenhändig. Er baut sie über Form und gebraucht ausschließlich Öllack.
43Ziernicki. — Krakau
44Ein von A. Grabowski erwähnter Instrumentenmacher, der eine Art Hackbrett erfunden hat.
46Zieliński, Polikarp. — Warschau. 1850
47Vermutlich aus Rudka stammend. Der Arbeit nach könnte er ein Schüler Kanigowskis gewesen sein. Bekannter ist sein Bruder Michael Z., der ursprünglich Musiker war, 1833 nach Frankreich ging, um Geigenmacher zu werden, und schließlich Klavierbauer wurde.
49Zillioli, Domenico. — Parma. 1792
50Es gibt einige gute Geigen mit diesem Namen, den auch Valdrighi (4478) aufzählt.
52Zimbelmann, Filippo. — Florenz. 1661
53Sohn des Pietro Z. Ein Deutscher, der, wie zu seiner Zeit viele, in Italien als Geigen- und Lautenmachergehilfe einwanderte, wo er ang. blich erst in Florenz bei Giovanni Suover arbeitete und sich dann selbständig machte.
55Zimmer, Karl. — Erlbach i. S. Geb. 1848, † 1882
56Ein talentvoller Geigenmacher, der als Gehilfe in den ersten deutschen Werkstätten gearbeitet hat. Da er nur wenige Jahre selbständig war und jung starb, hat er nicht sehr viel Geigen gemacht; die wenigen, die seinen Namen tragen, werden jedoch sowohl wegen ihrer Arbeit als wegen ihres Tons geschätzt.
58Zimmer, K. Otto. — Budapest. Geb. 20. Dez. 1865 in Erlbach i. S.
59Schüler seines Bruders Karl Z. Zu seiner weiteren Ausbildung ging er zunächst nach Dresden, wo er bei
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- Zenker, Johann Christian
- Zerboni, Antonio
- Zettler, Andreas
- Zianni, Pietro
- Zidrich, Jakob
- Ziegner, Herold
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