Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 578

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 574. See the scan on archive.org.

1Jühling und Weichhold arbeitete, später nach Leipzig und Ostpreußen, von wo er 1892 nach Budapest berufen wurde. Schon in Dresden machte er 1887 selbständig eigene Geigen, die von Kennern gelobt wurden, so daß er nichts unversucht ließ, was ihm die Möglichkeit gewährte, seine Fähigkeiten besser zu entwickeln. Im Jahre 1896 eröffnete er in Budapest seine eigene Werkstatt und macht, zumeist nach Stradivari, sowohl Geigen als Violoncelli. Besondere Sorgfalt verwendet er auf die Ausarbeitung seiner Instrumente, die er rot, gelb oder braun lackiert mit einem von ihm selbst hergestellten Bernsteinöllack, der sich bewährt hat. Er hat auf der Millenniums-Ausstellung in Budapest schon als Gehilfe einen ersten Preis, auf der Pariser Weltausstellung 1900 die silberne Medaille erhalten.
3Geigenzettel: Abb. 844.
5Zimmer, Max. — Nürnberg. Geb. 29. März 1874 in Großzöbern (Vogtl.)
6Zuerst Schüler seines Bruders, des Zithermachers Otto Z., arbeitete dann in Worms und in der Schweiz, zuletzt bei Haslwanter in München, und machte sich im Jahre 1898 in seinem väterlichen Hause in Roßbach bei Adorf selbständig. Er verlegte 1906 seine Werkstatt nach Nürnberg und begann außer Zithern auch Lauten und Geigen zu bauen. Er studierte die besten alten und neuen Vorbilder und erwarb sich durch saubere Arbeit und durch die Tonschönheit seiner Instrumente sehr bald Anerkennung in weiten Kreisen. Seit er 1918 aus dem Weltkrieg heimkehrte, hat er vorzugsweise Geigen nach Stradivari und Guarneri gebaut, die er zumeist mit Öllack verseht. Seine Arbeiten tragen in der Mitte des Bodens die Buchstaben »M. Z. N.« als Brandmarke und seinen Zettel. Er besitzt die goldene Medaille der Nürnberger Ausstellung. one of two readings
7Zuerst Schüler seines Bruders, des Zithermachers Otto Z., arbeitete dann in Worms und in der Schweiz, zuletzt bei Haslwanter in München, und machte sich im Jahre 1898 in seinem väterlichen Hause in Roßbach bei Adorf selbständig. Er verlegte 1906 seine Werkstatt nach Nürnberg und begann außer Zithern auch Lauten und Geigen zu bauen. Er studierte die besten alten und neuen Vorbilder und erwarb sich durch saubere Arbeit und durch die Tonschönheit seiner Instrumente bald Anerkennung in weiten Kreisen. Seit er 1918 aus dem Weltkrieg heimkehrte, hat er vorzugsweise Geigen nach Stradivari und Guarneri gebaut, die er zumeist mit Öllack verseht. Seine Arbeiten tragen in der Mitte des Bodens die Buchstaben »M. Z. N.« als Brandmarke und seinen Zettel. Er besitzt die goldene Medaille der Nürnberger Ausstellung. one of two readings
9Geigenzettel: Max Zimmer / Instrumentenbauer / Nürnberg [mit Vignette: Lautenspieler und Jahreszahl] (gedruckt).
11Zimmer, Oskar, genannt Färber. — Geb. 11. Mai 1870 in Markneukirchen
12Schüler von Gustav Roth und der Fachschule seiner Vaterstadt, die er mit Auszeichnung absolvierte. Seine Ausbildung schloß er als Gehilfe bei Hans Jaeger, Emil Hjorth in Kopenhagen und Piegendorfer in Augsburg ab. Heimgekehrt eröffnete er seine eigene Werkstatt, die sich bereits des besten Rufs erfreut. Er betätigt sich als sorgfältig arbeitender Reparateur und zeichnet sich auch im Neubau von Streichinstrumenten und Lauten aus. Er verwendet Spiritus- und Öllack und verseht seine neuen Instrumente auf dem Boden mit dem Brandstempel: »Färber«.
14Zimmermann. — Justingen (O.-A. Münzingen, Württemberg). 1850. 1860
15Ein Schullehrer, der aus Liebhaberei Geigen nicht ungeschickt machte und zu guten Preisen verkauft hat.
17Zimmermann, Julius Heinrich. — Petersburg, Moskau, Leipzig, Berlin, Riga und London. Geb. in Sternberg i. M. 1851
18Fabrikant von Musikinstrumenten (Saiten-, Blech- und Holzinstrumenten); errichtete sein Geschäft 1876 in Petersburg, 1882 in Moskau, 1886 in Leipzig und 1905 in Riga; beschäftigt in den genannten Städten als Werkstattleiter tüchtige Fachleute wie Robert Hammig, Reichel, Roth, Bohlig, Fischer und Paulowitsch. In seinen neu eingerichteten Werkstätten werden jetzt auch Luxuslauten und Gitarren in künstlerischer Vollendung angefertigt. Auch unterhält er ein reichhaltiges Lager alter Saiteninstrumente.
20Geigenzettel: Jul. Heinr. Zimmermann. / Leipzig, 18 … No. … (gedruckt). — Jul. Heinr. Zimmermann / St. Petersburg, 18 … No. … (gedruckt). — Jul. Heinr. Zimmermann / Moskau, 18 … No. … (gedruckt) Jul. Heinr. / Zimmermann / Leipzig-Berlin 19 … (gedruckt).
22Zimmermann, Matias. — St. Pölten
23Ein Geigenmacher, der 1677 Bürger der Stadt St. Pölten wurde, von dem mir jedoch bisher keinerlei Arbeiten zu Gesicht gekommen sind.
25Zimmermann, W. W., hat ein Geigengeschäft in Riga
27Zipres (?) in Schongau
28Ein von Trautmann erwähnter Lautenmacher des 16. Jahrhunderts. Da im Schongauer Stadtarchiv anscheinend keinerlei Akten erhalten sind, die sich auf die einst dort ansässigen tüchtigen Lautenmacher beziehen, ist es mir vorläufig nicht möglich, zu erraten, wie der Name wirklich gelautet haben muß, den Trautmann sicher schlecht gelesen hat. (Vielleicht Ziprer, Zipperer?)
30Zobel, Wenzeslaus. — Budapest. 1786
31Seiner Arbeit nach dürfte er aus der gleichen Schule wie Sebastian Dalinger in Wien hervorgegangen sein, wenn er nicht selbst ein Dalingerschüler war. Seine Geigen erinnern so an die frühen Arbeiten Dalingers, daß diese Annahme gerechtfertigt erscheint.
33Geigenzettel: Abb. 848.
35Zóccoli, Pietro. — Modena. 1753
36Er war nach einer unverbürgten Angabe ein Schüler von Domenico Bonardi. Seine Geigen haben gutes Holz, kleine Schnecke und weite F-Löcher. Der Ton ist unbedeutend.
38Zölch, Julius, arbeitete im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts als Geigenmacher in Fleißen
40Zöphel, Adolf. — Magdeburg. Geb. 1874 in Gürth bei Bad Elster
41Er lernte drei Jahre lang in Markneukirchen bei E. Hermann Petzold und kam 1893 zu Faßmann nach

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