Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 63

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

45 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 59. See the scan on archive.org.

1Brensio (Brensius, Brinsius), Antonio. — Bologna. 1592
2Vielleicht der Vater oder Sohn von Girolamo. Eine Lira da Gamba von ihm besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln (Nr. 782).
3Geigenzettel: Antonino Brensius Bononi (gedruckt). — Antonius Bononiensis (geschrieben).
5Brensio, (Girolamo) Hieronymus. — Bologna
616. Jahrhundert
7In einer nicht datierten Viola da Braccio im Museum des »Liceo filarmonico« in Bologna findet sich der Name dieses Meisters. Vidal teilt die Maße des fünfsaitigen Instruments, das für die Geschichte des Geigenbaus sehr bemerkenswert ist, mit.
8Geigenzettel: Abb. 89.
10Brenzoni, Pietro. — 1902
11Italienischer Geigenmacher unserer Zeit.
13Bresa (Brosa?), Francesco. — Mailand. 1708
14Vidal ergänzt den Namen der Stadt, die auf einem Originalzettel nicht ganz leserlich war, wohl richtig, wenn er Milano lesen will, wofür auch »alla scala« zu sprechen scheint. Das zu dem Zettel gehörige Instrument ist übrigens verschwunden und Werke von F. Bresa sonst nicht bekannt geworden. Vgl. auch Brossa. De Piccolellis bezeichnet ihn als einen mittelmäßigen Mailänder Geigenmacher.
15Geigenzettel: Francesco Bresa fece / alla Scala in Mil . . 1708 (gedruckt).
17Bressano, Baptista. — ? 16./17. Jahrhundert
18Eine Pochette im Museum des Liceo filarmonico in Bologna trägt diesen Namen. Sie ist wahrscheinlich Brescianer Arbeit, in welchem Falle das Wort Bressano wohl als Heimatsbezeichnung angesehen werden muß.
20Breton, François. — Mirecourt. Geb. in Mirecourt um 1750, † 1830
21Seine Arbeit ist zwar nicht künstlerisch, aber immerhin recht sauber. Er bevorzugte ein großes Modell und verwandte meist hellgelben Lack. Da er viele Arbeiter beschäftigte, sind seine Geigen nicht selten; man muß sich jedoch trotzdem vorsehen, denn abgesehen davon, daß seine Firma auf eine Mirecourter Fabrik überging, die noch immer seinen Zettel in ganz neue Instrumente klebt, ist er auch noch vielfach nachgeahmt worden. Es geht ihm beinahe so wie der deutschen Familie Hopf. Sie erhob sich nicht über handwerksmäßige Mittelmäßigkeit und wird doch fortwährend von einer urteillosen Menge zum Vorbild genommen. — Er verwendete auch den einen Brandstempel, dessen letzte Zeile häufig fehlt. — Auch als Bogenmacher hat er sich betätigt.
22Geigenzettel: Abb. 71 und 79.
24Breton, Joseph François. — Paris, Mirecourt. 1740. 1815 (?)
25Ein Mirecourter Meister, der vielleicht wirklich vorübergehend in Paris ansässig war, obwohl das Fehlen einer näheren Wohnungsangabe zu Zweifeln in dieser Hinsicht berechtigt. Seine Arbeiten zeichnen sich nicht aus und werden häufig mit denen von F. Breton verwechselt, wozu die Ähnlichkeit der Modelle einen Anlaß gibt. Es ist auch nicht ganz sicher, welcher Breton den Brandstempel: Breton Luthier à Paris benutzte. Eine Violine von ihm befand sich in der Sammlung Snoeck (Nr. 522).
26Geigenzettel: J. F. Breton, citharæ fabri- / cator, facit, vendit et recon- / cinat instrumenta musica omnis / generis. Parisiis anno 1780 (gedruckt).
27Gleichlautende Zettel kommen von 1740—1780 häufig vor, doch fand sich ein solcher Zettel auch in einem Violoncello mit der Jahreszahl 1815 vor. Ob er dieses noch selbst gemacht hat, oder ob der alte Zettel mit neuer Jahreszahl von einem Werkstattnachfolger gebraucht worden ist, müßte erst festgestellt werden.
29Breton s. auch Le Breton
30Breuling s. Breiling
31Briano, François. — Nizza. 1900
32Musikinstrumentenmacher und -händler der Gegenwart.
34Briazzano (Breazzano) s. Brizzano
36Brière, Paschal. — Rouen. Anfang des 18. Jahrhunderts
37Er wohnte in der Rue du Petit Puits (Pfarrei St. Michel), scheint aber nur wenig Zuspruch gehabt zu haben.
39Briggs, James William. — Glasgow. Geb. 9. Juli 1855 in Wakefield
40Schüler von William Tarr, machte sich 1876 selbständig und baut sowohl nach Stradivari und Guarneri als auch nach einem eigenen Modell, wobei er einen Bernsteinöllack verwendet. Seine Geigen und Bässe sind vorzüglich gearbeitet, und schon 1891 erhielt er eine goldene Medaille dafür. Er ist auch als Händler mit alten Instrumenten bedeutend und wohnte um 1890 u. 1891 in Leeds. Seine Biographie veröffentlichte Meredith-Morris in »The Strad« 1902 Nr. 142.
41Geigenzettel: James William Briggs / Glasgow 19 . . (gedruckt).
43Brinckmann, Franz Georg. — Frankfurt a. M. Geb. 1799 in Frankfurt a. M., † daselbst nach 1845
44Er war der Sohn eines Musikers, von dem er wohl die ersten Unterweisungen erhielt. Später kam er zu einem Schreiner in die Lehre und wurde 1829 auch als Schreinermeister zum Bürger aufgenommen. Er verlegte sich jedoch ganz auf den Instrumentenbau und brachte es darin zu bemerkenswerter Geschicklichkeit, so daß er für eine Geige gern 100 fl. bekam. Mit Vorliebe baute er jedoch Gitarren und war stolz darauf, hierfür von Paganini belobt worden zu sein. Er hat auch einen Mechanismus erfunden, der das häufige Verstimmen der Gitarren verhüten sollte. Instrumente mit diesem Mechanismus nannte er »Korrektionsgitarren«. Sehr geschätzt waren seine übersponnenen Saiten.

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.