Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 64

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

61 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 60. See the scan on archive.org.

1Britsen, Georgius. — Antwerpen. 1613
2Schüler des Bildhauers Melchior Ykens. Er ist freilich nur als Clavecinmacher bekannt. Auch sein Sohn und sein Enkel gleichen Taufnamens kommen 1654—1659 und 1675 im gleichen Berufe vor, doch wurde mir von einem Händler vor längerer Zeit eine schön geschnitzte Theorbe mit dem eingeschnittenen Namen »Britsen« angeboten, so daß anzunehmen ist, daß auch in dieser Familie die Lautenmacherei wenigstens nebenbei betrieben wurde, wenn der Name nicht etwa nur den einstigen Besitzer andeutete.
4Brizzano (?), Vincenzo. — Foggia. 1860
5Der Name war nicht sicher leserlich, aber die Geige, die ihn trug, recht gut, ja besser als viele von seinen italienischen Zeitgenossen.
7Broberg, Carl Johan. — Gothenburg. 1769. 1793
8Er war vermutlich ein Schüler von Jacob Hellman in Engelholm1) und wurde im Jahre 1769 als Geigen- und Musikinstrumentenmacher in Gothenburg zugelassen. Er war fleißig und baute alle Arten von Streich- und Rupfinstrumenten. Er verwendete geschriebene und gedruckte Zettel und gelegentlich auch eine Brandmarke. Arbeiten von ihm haben sich im Privatbesitz mehrfach erhalten.
9Geigenzettel: Carl Joh. Broberg / Götheborg Anno1774 (gedruckt).
11Brochet (Broché) s. M. Snoeck
13Brock, Alfred Nilsson. — Stockholm. Geb. 15. April 1876
14Sohn und Schüler von N. Nilsson in Malmö. Am 1. Oktober 1900 eröffnete er in Stockholm seine eigene Werkstatt und ist jetzt dort Geigenmacher der Königlichen Hofkapelle und des Musikhistorischen Museums.
16Brocsko (Brotsko), Karl. — Budapest. † 1858
17Schüler von Teufelsdorfer. Seine nach Amati gebauten Geigen sind in ihrer Arbeit, im Lack und im Ton recht lobenswert.
18Geigenzettel: Carolus Brotsko fecit / Pestini 1851 (gedruckt).
20Brooley, Charles. — London. 1885
21Gitarren- und Banjomacher.
23Bronzo s. Branzo
25Brookfield, Edward. — Southport. 1890. 1900
26Er baut nach Guarneri und Stradivari und verwendet Öllack von gelber und orangeroter Farbe. Die Firma heißt jetzt Brookfield & Co.
27Geigenzettel: Edward Brookfield (geschrieben).
29Broomley, Ch. H. — New Haven
30Amerikanischer Geigenmacher der Gegenwart.
321) Was Hedvig Boivie, Amanuensis am Nordischen Museum in Stockholm, in ihrem hübschen Aufsatz über die schwedischen Geigenmacher in der Mus. Zeitschr. »Fataburen« 1921, S. 64 mit aller Vorsicht sehr wahrscheinlich macht.
34Broquet, lebte Ende des 19. Jahrhunderts in Dunkerque (Dep. Nord)
36Broschi (Brocchi), Carlo. — Parma. 1730. 1744
37Wenig bekannter Geigenmacher, über den sich nichts ermitteln ließ. Eine zweifellos echte, vom Wurm stark angegriffene Violine (kleines an Nic. Amati erinnerndes Modell, hübsche F-Löcher, kleine Schnecke), trug den Zettel: Carlo Broschi / in Parma fecit 1732. Ein gleichnamiger Geigenmacher lebte noch in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Der Name wird auch Braschi gelesen.
39Brosig. — Neiße. 1910
40Wurde nur als Reparateur genannt.
42Brossa (Brosa, Bresa), Francesco. — Mailand. 1700
43Eine Violine mit seinem Namen erinnert an die Brescianer Schule und hat orangeroten Lack. Ich bin geneigt, diesen Francesco Brossa mit Francesco Bresa zu identifizieren; es wäre nur festzustellen, welche Form des Namens die richtige ist. Eine Geige von ihm befindet sich in Freiburg i. B.
44Geigenzettel: Francesco Brosa fece / dalla Scala in Mano / 1700 (gedruckt).
46Brouaux. — Bar-le-Duc. 1860. 1890
47Beschäftigte sich hauptsächlich mit Wiederherstellungsarbeiten.
49Brown, Alexander. — Glasgow. 1855. 1860
50Er baute nicht ungeschickt nach Stradivari und verwendete Spirituslack.
51Geigenzettel: Alex. Brown Maker, / Glasgow, 1857 (geschrieben).
53Brown, Anthony. — London. 1855
54Er soll ein Schüler von Morrison oder Panormo gewesen sein und war besonders als Gitarrenmacher geschätzt. Er wohnte um 1855 in der Rosamond st., Clerkenwell.
56Brown, James (sen). — London. Geb. vor 1759, † vor 1834
57Er war ursprünglich Seidenweber und erlernte erst im Jahre 1804 bei Thomas Kennedy den Geigenbau, eröffnete dann in der Wheeler st. »Spitalfields« seine eigene Werkstatt als Geigenmacher und Reparateur und betätigte sich als geschickter Meister.
59Brown, James (jun.). — London. Geb. im Nov. 1786, † 1860
60Sohn und Schüler von James B. sen. Ursprünglich sollte er nur Bogenmacher werden und erlangte darin eine besondere Geschicklichkeit. Nach dem Tode seines Vaters verlegte er sich dann mehr auf den Geigenbau und leistete auch darin Beachtenswertes. Auch sein Sohn war zum Geigenmacher bestimmt.

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