Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 77

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

51 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 73. See the scan on archive.org.

1Castrucci, Pietro. Anf. d. 18. Jahrhunderts
2Ein Geiger, der während seines Aufenthaltes in England ein Streichinstrument nach Art der Liebesgeigen erfand, das er »Violetto marina« nannte, was hier nur erwähnt wird, da Händel für dieses Instrument einiges geschrieben hat.
4Catenar, Gaetano. — Pavia. 1639. 1670
5In Pavia sollen sich noch Violen und Gamben mit der Ortsangabe und diesen Jahreszahlen erhalten haben. Dieser Catenar könnte als der Stammvater der später in Turin vorkommenden Familie betrachtet werden.
6Geigenzettel: Gaetano Cattenaro / Fecit Paviæ Anno 1670 (gedruckt).
8Catenari, Enrico. — Turin. 1671, soll 1746 noch gelebt haben
9Die Schreibweise des Namens schwankt; man findet Catenar, Gattinari usw. angegeben. Er soll der Vater, nach anderen ein Bruder des Francesco gewesen sein und war vielleicht auch mit Catenar in Pavia verwandt. Die Behauptung, daß er ein Schüler von Cappa gewesen sei, kann nicht begründet werden, in seiner Arbeit steht er den Stradivari-Nachahmern nahe. Vidal teilt nebenstehenden Zettel mit: Henricus Catenar / fecit Taurini anno 1671 (gedruckt).
11Catenari, Giuseppe Francesco. — Turin. 1703. 1720
12Wahrscheinlich Sohn von Enrico C. — Er verwendet ein ziemlich hohes Modell und dicken, roten oder rotbraunen Lack. Vidal beschreibt eine gute Violine dieses Meisters im Besitz des Marquis de St. Hilaire in Paris. Der Name erscheint hier »Gattinari« geschrieben. Eine Violine von ihm mit der Jahreszahl 1703 besitzt Maler Julius von Thury in Budapest.
13Geigenzettel: Francesco Gattinari / Fecit Taurini Anno Domini 1703 (gedruckt). — Joseph Franciscus Catenar / Fecit Taurini anno 1720 (geschrieben).
15Cateni, Pietro. — ? 1722
16Withers in London bot eine Violine mit diesem Namen für 25 £ an.
18Cati, Pierantonio. — Florenz. 1738. 1760
19In der Arbeit hat er manches mit Gabrielli gemeinsam, ohne ihm gleichzustehen. Sein Modell geht auf Stradivari zurück, sein Lack ist meist braunorange, das Holz oft nicht besonders schön, der Ton aber kräftig. Eine Taschengeige von 1741 (»Terzino di Violino« Nr. 756) besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln.
20Geigenzettel: Abb. 108.
22Cattas, J. H. — Kassel 1828
23Ein Hofmusiker, der sich auch mit dem Ausbessern alter Instrumente beschäftigte.
25Caussin (Coussin), François. — Neufchâteau (Vogesen). 1845. 1881
26Ein begabter Nachahmer der Italiener, der seine Geigen sehr hübsch ausführte und besonders geschickt war, den alten Lack mit all seinen zufälligen Mängeln zu imitieren. Er baute meist nach einem kleinen Modell. Er kam alljährlich mit seinen Geigen nach Paris, und da diese auch gut im Ton waren, brachte er sie leicht bei Händlern an. Gar mancher, der sich im Besitze einer echten Cremoneser wähnt, hat nur eine »Caussin«. Er machte auch allerlei Versuche, so besaß C. C. Snoeck eine Violine von ihm mit acht Saiten und sechs F-Löchern. Nicolas C. und Hipolyte C. (1878) waren gleichfalls sehr geschickt.
28Caussin, François-Hippolyte. — Rouvres-la-Chétive (bei Neufchâteau). 1845. 1870
29Sohn von François C., der ganz in der Art seines Vaters arbeitete.
30Geigenzettel: Caussin Luthier / Neufchateau (Vosges) (gedruckt).
32Caussin, Nicolas. — Paris, Neufchâteau. 1850. 1860
33Sohn von François C. Er war kurze Zeit in Paris ansässig, kehrte 1857 wieder nach Neufchâteau zurück und war fast immer für seinen Bruder tätig. Auch er war wie dieser ein geschickter Nachahmer alter Violinen.
35Cavaleri, Giuseppe. — Genua. 1732. 1747
36Man kennt verschiedene gute Geigen von ihm; wenn sie nur selten vorkommen, so liegt es daran, daß die Händler seine Arbeiten gerne mit berühmteren Namen versehen haben.
37Geigenzettel: Joseph Cavaleri fecit / Genuæ anno salutis 17 . . (gedruckt).
39Cavalli, Aristide. — Cremona. Geb. 12. April 1856 in Cremona
40Sohn von Savino C. und Schüler von G. Beltranni, dessen Nachfolger er auch 1882 wurde. Er baut hauptsächlich Violinen nach eigenem Modell. Seine Arbeit erinnert an die Beltramis und Ceruttis. Er weicht jedoch von seinen Vorbildern in den Umrißlinien und den Stärkeverhältnissen stellenweise ab. Sein Lack ist recht gut. Er führt als Ladenschild: »Claudio Monteverdi« (Schöpfer des Musikdramas 1567—1643).
41Geigenzettel: Abb. 147.
43Cavalli, Savino. — Cremona. 1850. † 1861
44Tüchtiger Musiker, der auch einige gute Violinen gebaut hat.
46Cavallini & Figlio, Luigi. — Arezzo
47Streich- und Blasinstrumentenmacherfirma der Gegenwart. An manchen ihrer Mandolinen sitzen die Wirbel in einer halbrunden Metallscheibe.
49Cavolorio (Cavalerio?)
50Vidal nennt einen Geigenmacher dieses Namens und gibt 1725 als Jahreszahl und Genf als Ort an. Sollte nicht Cavaleri und Genua gemeint sein?

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