Scan 82
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Charle. — Paris. 1748
2Aus Mirecourt stammender und sehr handwerksmäßig arbeitender Geigenmacher, von dem nur sehr selten Arbeiten vorkommen.
3Geigenzettel: Charle, luthier dans les Quinze- / Vingts, à Paris année 1748 (gedruckt).
5Charles, J. — Marseille. 1783. 1786
6Wahrscheinlich ein Schüler seines Oheims Guersan und möglicherweise ein Sohn des Pariser Charle. Seine Arbeit zeichnet sich durch nichts aus und ist sehr gewöhnlich. Besser waren seine Gitarren, die er sehr hübsch auszustatten verstand. Er verwendete Zettel, auf denen manchmal der Taufname fehlte.
7Geigenzettel: Abb. 118.
9Charlutte.
10Wahrscheinlich schlecht gelesen für Charoutte = Charlotte.
12Charlotte, François. — Mirecourt. 1797. 1798
13Nur dem Namen nach bekannt. Vielleicht der Bruder von J. F. Ch. in Nancy.
15Charlotte, Claude. — Mirecourt. 1763. 1765
16Gewöhnliche Mirecourter Arbeit. Auf dem Zettel und seiner Brandmarke gibt er, wie viele Mirecourter, Paris als Ursprungsort an.
17Geigenzettel: Cl. Charlotte / à Paris (gedruckt).
19Charlotte, Hippolyte. — Mirecourt. Geb. 30. April 1829. † nach 1876.
20Sohn von Joseph Ch.-Millot und jedenfalls auch dessen Schüler. Seine Arbeit gleicht der seines Vaters und ist nicht hervorragend.
22Charlotte, Jean-François. — Mirecourt, Nancy. 1784. 1801
23Wahrscheinlich ein Bruder von Claude Ch. Er kam nach A. Jacquots Feststellung im Jahre 1774 nach Nancy und hatte seine Werkstatt in der Rue St. Jean, später in der Rue de la Poissonnerie. Er gebrauchte die Brandmarke: Charotte à Nancy.
25Charlotte, V. J. — Mirecourt. 1904
26Ein Geigenmacher, der, wie viele andere, ein System zur Verbesserung der Tonstärke der Geigen erfunden hat. Vgl. Nouvelles scientifiques 1904, S. 15.
28Charlotte. — Rouen. Geb. in Mirecourt, † 1836
29Er ließ sich in Rouen nieder, wo er 1830 in der Rue Beauvoisine Nr. 36 wohnte. Seine Arbeit ist von gewöhnlicher Mirecourter Art, wenn auch manchmal mit einer gewissen Sorgfalt durchgeführt. Seine Nachfolger waren P. N. Jeandel und Lucien Delau, die sich jedoch 1848 trennten.
31Charlotte-Millot, Joseph. — Mirecourt. Geb. 2. Sept. 1798. † nach 1848.
32Sohn von François Ch. Er nennt sich zwar einen Schüler von Aldric, hat aber dessen Arbeit nicht nachgeahmt, doch hat er immerhin gut spielbare Violoncelli und Bässe gebaut. Er führte das Schild »à la ville de Crémone«. Seine Violinen sind gewöhnlich dem Stradivari-Modell nachgeahmt und hell lackiert. Seine Brandmarke nannte Paris als Ursprungsort.
33Geigenzettel: Abb. 110 und 114.
35Charpantier (Charpentier). — Bordeaux. 1780
36Wenig bekannter Geigenmacher, der »Galerie du spectacle« wohnte und wohl hauptsächlich als Wiederhersteller alter Geigen tätig war.
37Geigenzettel: Abb. 141.
39Charpentier, Auguste. — Mirecourt. Anfang des 19. Jahrhunderts
40Ist mir nur als Lautenmacher bekannt. Eine große Gitarre mit Ahornboden und -zargen besaß C. C. Snoeck.
42Charpentier (Louis) et Münchs. — Paris. 1832
43Erfinder der »Guitare multicorde« (Verbindung von Lyra, Gitarre und Harfe). — Ein Auguste Charpentier lebte als Gitarrenmacher in Mirecourt.
45Chartrain. — Mirecourt. 1760
46Einer der vielen Mirecourter, die Paris als Ursprungsort angeben. Seine Geigen klingen nicht schlecht, sind aber von gewöhnlicher Arbeit.
48Chartrin. — Mirecourt
49A. Jacquot nennt aus dieser Familie, die ursprünglich wohl mit den Chantraines und den Chartrains zusammenhing: Nicolas Ch., † 11 April 1748, dessen Sohn François Ch., † 8. August 1756, und einen Louis Ch., der schon 1720 vorkommt.
51Charwath, Franz. — Wien. 1849. † 1876
52Ein unbedeutender Saiteninstrumentenmacher, dessen Witwe Leopoldine das Geschäft bis 1880 fortführte. Geigen sind mir von ihm bisher nie bekannt geworden. In der Mitte seines Zettels befindet sich eine Lyra mit Kranz und den Buchstaben F. C. usw.
53Geigenzettel: Franz Charwath / In Wien / Leopoldstadt No 312 (gedruckt).
55Chastelain, Martin. — Warwick. 1580
56Ein blinder flandrischer Geiger, der auch Violen, Violinen und Spinette gemacht haben soll.
58Chatelain, François. — Paris. 1766. 1799
59Er wohnte zuerst Rue de Braque Nr. 9 und dann in der Rue de Berry. Einige sehr gut erhaltene Geigen von ihm lassen ihn als einen tüchtigen Meister erkennen. Eine Zeitlang arbeitete er mit Renault (s. Renault et Chatelain) zusammen. Ein »Alto récoupé« von ihm wird in Gallay-Brunis Inventaire S. 105 erwähnt. Eine Harfe in chinesischem Stil ist im Museum Cluny in Paris zu sehen. Vielleicht ist er mit dem 1759 vorkommenden Chaterain identisch.
60Geigenzettel: Abb. 145.
Makers on this page
- Charlotte, François
- Charlotte, Claude
- Charlotte, Hippolyte
- Charlotte, Jean-François
- Charlotte, V. J.
- Charlotte-Millot, Joseph
- Charwath, Franz
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