Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 84

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

38 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 80. See the scan on archive.org.

1von ihm gemachten Theorben und Archilauten nennt Fétis, der eine solche von 1698 besaß, die besten, die je gemacht wurden. Ich selbst habe keine Arbeiten von ihm kennen gelernt. Schon 1690 veröffentlichte er »Suonate musicali di violini, organo, violone ed arciluto«.
3Chiareschi, Paolino. — Del Bagno. 1827
4Seine Geigen klingen manchmal nicht schlecht, sind aber nicht sorgfältig gearbeitet und lassen auch im Lack viel zu wünschen übrig.
6Chiari, Francesco. — Villa Minozzo (Modena).
71880. 1883
8Geigenmacher und Reparateur von wenig Ruf.
10Chiavellati, Domenico. — Lonigo. 1780. 1796
11Er ist weniger wegen der Güte als wegen der oft bizarren Formen seiner im übrigen ziemlich mittelmäßigen Violinen bekannt. Eine achtsaitige Viola von ihm besaß ein süddeutscher Sammler.
12Geigenzettel: Domco Chiavellati / Fece / Lanno 1796 / In Lonigo (gedruckt).
14Chibon, Jean-Robert. — Paris. 1757. 1785
15Die wenigen Arbeiten, die von ihm erhalten sind, lassen ihn als einen handwerksmäßig arbeitenden Geigenmacher erkennen. Auch sein brauner Lack ist sehr mittelmäßig. Selbst das von Gallay veröffentlichte Brunische Inventar bezeichnet ein Instrument von ihm als »un Alto ordinaire« (dasselbe war Eigentum des am 27. Januar 1794 guillotinierten Kriegskommissärs Saint-Laurent). Die Marquise von Lestange besaß nach diesem Inventar ein gleiches Instrument und ein Violoncello von ihm. Er wohnte um 1757 in der Rue de la Sourdière, von 1755 bis 1779 in der Rue de la Comtesse d’Artois, und von 1783 bis 1785 in der Rue de la grande Truanderie.
16Geigenzettel: Abb. 120.
18Chilinski (Chyliński), Paul Augustinowitsch. — Warschau, Kiew. Geb. 1830
19Ursprünglich Schauspieler, bildete er sich autodidaktisch zum Geigenmacher aus und siedelte in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts von Warschau nach Kiew über. Vielen seiner Arbeiten ist es anzusehen, daß er den Geigenbau nicht regelrecht erlernt hat, die Eingaben und die F-Löcher lassen zu wünschen übrig. Er verwendet jedoch sehr schönes Holz, auch im Ton sind seine Geigen nicht schlecht, sie klingen weich, wenn auch etwas dumpf. Er baut nach Guarneri del Gesù und verwendet einen vollroten Kopalöllack. Auf der St. Petersburger Musikausstellung 1908 erhielt er eine kleine goldene Medaille. one of two readings
20Ursprünglich Schauspieler, bildete er sich autodidaktisch zum Geigenmacher aus und siedelte in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts von Warschau nach Kiew über. Vielen seiner Arbeiten ist es anzusehen, daß er den Geigenbau nicht regelrecht erlernt hat, die Eingrägen und die F-Löcher lassen zu wünschen übrig. Er verwendet jedoch sehr schönes Holz, auch im Ton sind seine Geigen nicht schlecht, sie klingen weich, wenn auch etwas dumpf. Er baut nach Guarneri del Gesù und verwendet einen vollroten Kopalöllack. Auf der St. Petersburger Musikausstellung 1908 erhielt er eine kleine goldene Medaille. one of two readings
22Chiocchi, Gaetano. — Padua. Geb. 13. Jan. 1814 in Monselice bei Padua, † nach 1880
23Einer vornehmen Familie entstammend, studierte er zuerst Philosophie, dann Medizin und erlernte bei einem tüchtigen Tartinischüler das Geigenspiel. Als er sich der revolutionären Bewegung in der Romagna anschloß, geriet er in Gefangenschaft und mußte für ein halbes Jahr in den Kerker wandern. Später zur Dienstleistung im 13. österr. Infanterieregiment herangezogen, trat er als Fagottist in das Musikkorps ein und verlegte sich ganz auf das Studium der Musik, so daß er schon 1844 Musikdirektor des Ballett-Theaters in Padua werden konnte. Hier wurde er mit Giuseppe Cerutti bekannt und erhielt dadurch, schon in reifen Jahren, den ersten Anstoß, sich im Geigenbau zu versuchen. Er besuchte verschiedene Werkstätten, blieb aber in der Hauptsache Autodidakt und brachte es mit eisernem Fleiß und einer ungewöhnlichen Begabung dazu, sich zu einem trefflichen Geigenbauer auszubilden. Die erste Geige baute er im Jahre 1858, aber er eignete sich erst noch tüchtige Kenntnisse in den Gesetzen der Akustik, der Chemie usw. an, bevor er sein eigenes Modell aufstellte, das mit einem veränderten F dem Maggini-Modell nahesteht. Er galt zu seinen Lebzeiten bald als einer der besten Geigenmacher in Italien, und da er nur wenige Geigen gemacht hat (im ganzen etwa 50!), stehen sie auch heute noch hoch im Preise. Ton, Arbeit und Lack verdienen uneingeschränktes Lob, das ihm auch de Piccolellis zollt. Auf der Innenseite der Decke findet man in seinen Geigen oft Eintragungen, die auf die damaligen politischen Verhältnisse seines Vaterlandes anspielen. Vgl. den Aufsatz von v. Wasiliewski in der Allgemeinen Musikzeitung VII, Nr. 30 (1872).
25Chiochini, Pietro. — Pisa. 18. Jahrhundert
26Ein Meister dritten Ranges, der immerhin wegen des schönen Holzes, das er verwendete, einige Beachtung verdient.
28Chirone s. Mariano
29Chironi, neuerer italienischer Geigenbauer
30Chitarrino, dal, s. Petrobono
32Chiusòle, Antonio di. — Roveredo. 1784
33Sein Name läßt darauf schließen, daß er aus Chiusòle (Trient) stammt. Seine Bässe erinnern an Tiroler Arbeit; Violinen scheint er nur selten gemacht zu haben.
34Geigenzettel: Antonius de Clusòlis / faciebat Roboreti . . . . opus II (gedruckt). — Antonius de Clusolis / fecit 1784 (gedruckt).
36Chrétien, Hippolyte, gen. Silvestre. — Lyon, Paris. Geb. 1. April 1845 in Sommerviller (Meurthe, Frankreich)
37Ein Schwestersohn von Pierre und Hipp. Silvestre und deren Schüler. Nachdem er tüchtig vorgebildet war, übernahm er im Jahre 1865 das von seinen Oheimen begründete Geschäft von Pichon. Er ist ein würdiger Nachfolger der beiden Silvestres und erregte schon 1873 auf der Wiener Weltausstellung mit einem Violoncello, das durch die Fülle und den Adel des Tons wie durch die Ausführung hervorragte, ein gewisses Aufsehen. Ebenso gut waren seine Geigen und Violen, deren Lack an italienische Vorbilder erinnert. Im Jahre 1884 verlegte er sein Geschäft nach Paris, Rue du Faubourg-Poissonnière, und ist auch als Reparateur zu

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