Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 89

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

53 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 85. See the scan on archive.org.

1Colson II. — Mirecourt. 1860. 1893
2Sohn von Colson I. Ebenfalls hauptsächlich Gitarrenmacher; er steht jedoch wesentlich höher als sein Vater.
4Colton, Walter. — Brooklyn
5Besserer amerikanischer Geigenmacher des 19. Jahrhunderts.
7Colville, David. — Cupar (Schottland). 1845. 1885
8Von Hause aus Kunsttischler, verlegte er sich mit besonderer Vorliebe auf den Geigenbau. Im Jahre 1858 wanderte er nach Neuseeland aus und hat recht gute Geigen gemacht. Er war ein Sonderling, aber ein sehr talentvoller Mann. Er klebte keine Zettel ein, sondern schrieb seinen Namen mit Bleistift in seine Geigen.
10Colvin, Gavin. — Sunderland (Schottland).
11Geb. 1841 in Lerwick (Shetland)
12Er ahmt das große Stradivariomodell nach und hat bisher über 50 Geigen gemacht.
13Geigenzettel: Gavin Colvin / Maker / Sunderland / 187 .. (gedruckt).
15Coly s. Coty
16Comble s. Decomble
17Comins, John. — London. 1801
18Schüler von W. Forster, den er ziemlich genau nachahmte. Auf seinem Zettel gab er neben der Jahreszahl auch gerne den Monatstag der Fertigstellung an.
20Commé s. Couicu
21Compains, Gui. — (?) 1480
22Ein Brabanter Lautenmacher, dessen Name urkundlich vorkommt. Vgl. Archives des Arts (Brüssel).
24Compare, Vittorio. — Livorno. 1899
25Guter Mandolinenmacher.
27Compostano, Antonio. — Mailand. 1699. 1710
28Seine Arbeit ist der von Grancino ähnlich. Sein Lack ist meistens braungelb, F-Löcher und Schnecke sehr sauber durchgeführt, der Ton in der Regel voll und wohlklangend. Außer Violinen und Violen usw. hat er auch Bässe gebaut; einen solchen erwähnt Brunis Inventaire (herausgegeben von Gallay, S. 169) aus dem Besitze Debains. Er verwendete gedruckte und geschriebene Zettel.
29Geigenzettel: Antonio Compostano / Fece in Contrada Larga / Milano 1709 (gedruckt).
31Comuni, Antonio. — Piacenza. 1820. 1823
32Geigenmacher aus der Verfallszeit, ohne Eigenart und ohne Vorzüge. Er scheint einen gleichnamigen, geschickteren Sohn gehabt zu haben, der noch um 1860 lebte.
33Geigenzettel: Abb. 111.
35Confector, Franciscus. — Graz. 1775
36Andere lesen Confessor und selbst Contessor. Ich halte nur die Lesart Confector für möglich, dann bedeutet das Wort allerdings nur »Verfertiger« und ist folglich schwerlich der Familienname, vielleicht aber die lateinische Übersetzung eines solchen, zu welcher Annahme das nachfolgende »fecit« veranlassen könnte, das nach »Confector« überflüssig erscheint. Unter den mir bekannten Grazer Geigenmachern führte um 1775 keiner den Taufnamen Franz, der 1724 vorkommende, etwas fragwürdige Franz Alban liegt der Zeit nach zu weit zurück, als daß man ihm die (übbrigens recht mittelmäßige) Geige mit dem nebenstehenden Zettel zuschreiben könnte.
37Geigenzettel: Franciscus Confector fecit / Græci 1775 (gedruckt).
39Consessor s. Confector
40Consili (Consigli), Giovanni. — Terni. 1828. 1829
41Man weiß von ihm nur, daß er sich viel mit Erfindungen an und mit Geigen beschäftigt hat. Seine Arbeiten setzte Prof. Demetrio Consili fort, der auch die sog. »Poggia-Violino« beschrieb. In einer Geige, die die Form einer Viola d’amore hat, findet sich der untenstehende Zettel.
42Geigenzettel: Giovanni Consigli a Terni in- / ventó la nuova forma del Violino / per eseguirvi con maggior faci- / lità e sicurezza la difficoltà / nelle portamenti acuti op. quart. / A. 1829 (gedruckt). — Joannes Consili / fecit Interamnae / Anno Dni 1828 (gedruckt).
44Constantini, Nicolaus Franciscus. — 1508
45Das Verzeichnis der Sammlung Keil in Lissabon führt eine sechssaitige Viola auf, die ein italienisches Aussehen haben soll. Ich bin geneigt, die Jahreszahl 1608 für richtiger zu halten und irgendeinen Nicola Francesco, der in der »Via Constantini« (in Neapel) wohnte, als den Verfertiger der Viola anzusehen.
47Contal, Georges. — Paris. Geb. 19. April 1874 in Mirecourt
48Schüler von Poiron (dem ersten Geigenmacher der Firma Laberte-Humbert frères). Nachdem er in England, in der Schweiz, Tirol, Italien, Belgien und Österreich-Ungarn durch zehn Jahre gearbeitet hatte, eröffnete er 1899 in Paris seine eigene Werkstatt. Er macht gute Geigen und ist der Erfinder der »Violaline«, einer Art Mandoline, die, in der Form einer Viola d’amore gebaut, die Mandoline an Tonschönheit und Fülle übertrifft. Er macht die Violaline als Sopran-, Alt-, Tenor-, Baß- und Kontrabassinstrument. Für seine Geigen usw., die er mit Öl- und Spirituslack überzieht, erhielt er 1900 in Paris eine Mention honorable.
49Geigenzettel: Année 1901 / Violaline / Brevetée S. G. D. G. et deposée en France et à l’Etranger / Georges Contal, Paris / Nr. 955 serie B (gedr.), Georges Contal / Luthier / Paris / Nr. 204 Année 1910 (geschr.).
51Contal, F. — Mirecourt. 1800. 1830
52Er arbeitete sauber und sorgfältig; besonders seine Violoncelli erfreuen sich einer gewissen Wertschätzung.

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