Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 92

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

52 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 88. See the scan on archive.org.

1Costa, Felice Mori. — Parma. 1804. 1812
2Andere nennen ihn Mori-Costa. Seine Arbeit ist nicht schlecht, aber ohne bemerkenswerte Eigenschaften.
3Geigenzettel: Abb. 105.
5Costa, Giovanni Battista. — Venedig. 1770
6Vermutlich ein Schüler von Santo Seraphin, an den seine Arbeit auffallend erinnert, besonders bevorzugte er ein an J. Stainer erinnerndes Modell. Arbeit und Schnecke kommen S. Seraphin bis zum Verwechseln nahe, nur der Lack ist wesentlich dünner und hat weniger Feuer. Daß seine Geigen jetzt so selten vorkommen, hat seinen Grund wohl darin, daß sie längst zum größten Teil als Arbeiten S. Seraphins im Verkehr sind.
8Costa, Ludovico. — Urbino. 1786
9Der Name findet sich in mittelmäßigen Geigen, bei denen das Alter glaubwürdiger ist als die Herkunft.
11Coste, Alfonso della. — Neapel. 1876
12Ein neuerer Neapolitaner, von dem u. a. einige gute Violoncelli bekannt sind.
14Cotton, Robert. — Rouen. 17. bis 18. Jahrh.
15Eine Viola bastarda aus der Sammlung Snoeck (Nr. 477) von sonderbarem und ungewöhnlichem Modell, rot lackiert, trägt zwar seinen Namen, doch war in Rouen über ihn nichts zu finden. A. Jacquot hält es für möglich, daß Cotton englischer Abstammung war.
16Geigenzettel: Robert Cotton / à Rouen (gedruckt).
18Coty, Jean-Claude (Pierre du). — Versailles. 1787
19Mittelmäßiger französischer Geigen- und Lautenmacher des 18. Jahrhunderts.
20Geigenzettel: Jean-Claude Coty luthier / A Versailles 1787 (geschrieben).
22Couchet, Jean. — Antwerpen. 1642. † 1665
23Nur als Klavezinmacher und Orgelstimmer bekannt; in gleicher Eigenschaft kommt noch 1665 ein Joseph Couchet und 1666 ein Abraham C., der auch als geschickter Maler bekannt ist, sowie 1696 ein Jan Couchet vor. Welchem von diesen eine Laute mit dem Namen Couchet, die ein rheinischer Sammler besaß, zuzuschreiben ist, läßt sich nicht entscheiden.
25Couder frères. — Paris. 1850
26Diese Gebrüder erfanden eine neuartige Form der Geige und nahmen darauf 1850 ein Patent. Ein Exemplar ihrer Geigen befindet sich im Pariser Konser-vatorium. Eine solche in Form eines Halbmonds, ohne Resonanzboden, besaß C. C. Snoeck.
28Couicu. — Blois. 1642
29Der Name wird verschieden angegeben, am häufigsten »Coincu«, aber auch »Commé«. Vielleicht ist Couicu (möglicherweise eine Dialektform des Namens Kukuk) die richtigste Lesart. Eine Laute von ihm besaß nach Brunis Inventaire die Gräfin Lowendal. Im Archiv der Stadt Blois war leider nichts über einen so oder ähnlich heißenden Lautenmacher zu finden,
31Coulson, M. — Stamfordham
32Englischer Geigenmacher des 18. Jahrhunderts.
33Geigenzettel: Abb. 149.
35Courier, François. — Rouen. 1668
36Er gehörte der Zunft der »Ménétriers« in Rouen als Meister an und wird ausdrücklich als »faiseur d'instruments de musique« bezeichnet, was bemerkenswert ist, da dieser seit dem 14. Jahrhundert bestehenden Zunft außer den Lauten- und Geigenmachern auch die Musiker und die Tanzmeister angehörten.
38Cousin, Jean-Christophe, s. Joh. Christ. I Vetter
40Cousineau, Georges (nach andern: Pierre-Joseph). — Paris. 1769. 1788
41Er war zwar 1769 geschworener Meister der Pariser Lautenmacherzunft, hat aber nur als Harfemacher und Musikalienhändler ein Verdienst; doch zeigte er in den Blättern an, daß er alle Sorten von Geigen, Gitarren, Mandolinen und Harfen usw. mache und verkaufe. Auch auf seiner sehr hübsch von Pruneau nach St. Aubin gestochenen Adreßkarte nennt er sich ausdrücklich Luthier; doch liegt es nahe, anzunehmen, daß er fremde Arbeiten verkauft habe.
42Geigenzettel: Rue des Poulies, vis-à-vis la Colonade du Louvre. / »A la Victoire.« / Cousineau, luthier, fait et vend harpes, lyres, violons, violon- / cellos, contrabasses pardessus de viole, altviola, guitares, violes / d'amour, mandolines, sistres et autres instruments de musique. Il vend aussi des cordes de Naples et tient magasin de Musique / française et italienne. Son épouse grave la musique (gedruckt).
44Cousineau, Jacques-Georges. — Paris. Geb. 13. Jan. 1760, † 1824
45Sohn von Georges (Pierre-Joseph) C. Er war seit 1775 Teilhaber des väterlichen Geschäfts, das dann die Firma »Cousineau père et fils« führte, und wurde 1788 »Luthier de la Reine«. Obwohl er hauptsächlich Harfemacher und tüchtiger Harfenspieler war, kennt man doch auch Violen und Bässe von ihm. Er gebrauchte eine Brandmarke mit seinem Namen.
47Couturieux (Couturier), N. — Toulon. 1842. 1850
48Einer der besseren französischen Geigenmacher im Stile von Nicolas. Er stammte wahrscheinlich aus Mirecourt und hat gute Geigen gemacht, die durch hübsches Holz, saubere Arbeit und ihren reichen, dunkelroten oder gelben Lack sowie den oft vollen, süßen Ton auffallen. Er brannte in seine Violinen häufig die Buchstaben N. C. ein. Brandmarke: Nr. 66.
50Couturieux. — Mirecourt. 1835. 1848
51Seine Geigen sind gewöhnliche Handelsware; er datierte sie gerne aus Paris oder nannte sich wenigstens »luthier de Paris« und arbeitete im Stile von Nicolas. Um 1850 bestand eine Fabrik unter der Firma Couturieux & Heroux.

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