Scan 97
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Namen angegeben findet, wohl einigermaßen erklären lassen. Eine schöne Geige von ihm besitzt Dr. Schulze in München.
2Geigenzettel: Petrus Antonius a Costa fecit / Tarvisii, Anno 1740 (gedruckt). — Petrus Antonius a Costa fecit ad / Similitudinem illorum quos fecerunt: Antonius & Hieronymus Fratres Amati / Cremonenses Filii Andreae. Tarvisii Anno 1757 (gedruckt) und Abb. 167.
4Dall’ Aglio, Giuseppe I. — Mantua. 1723 (?).
51775 (?)
6Wenn der nachfolgende Zettel nicht gefälscht ist, was Valdrighi auch bei einem solchen mit der Jahreszahl 1719 für möglich hält, dann hat Gius. II. D. A. einen gleichnamigen Vorfahren gehabt, dessen Arbeit allerdings nicht hervorragend war. Ich fand eine Geige mit dem gleichen Zettel und der Jahreszahl 1775 oder 1745.
7Geigenzettel: Abb. 182.
9Dall’ Aglio (Dalaglio), Giuseppe II. — Mantua. 1795. Soll 1840 noch gelebt haben
10Seine Geigen haben manche Ähnlichkeit mit denen C. Camillis, doch nimmt er die Wölbung höher. Der Lack ist gelb, und die F-Löcher sind etwas steil, die Schnecken gewöhnlich in der Form und oft sogar plump. Am besten sind seine Violoncelli. Gustav Siefert in Leipzig besitzt eine schöne Violine von 1781 und ein Violoncello von 1800 von ihm, das in seiner Form an Peter Guarneri erinnert und durch sehr schöne F-Löcher auffällt.
11Geigenzettel: Abb. 153 und 178.
13Dalla Porta, Marc Antonio. — Venedig. 1601
14Dem Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe wurde vor einiger Zeit eine Laute zum Kauf angeboten mit dem Zettel: Marc Antonio dalla Porta / in Venecia (sic) MDCI. (gedruckt). Vielleicht dieselbe Laute (mit sechs Wirbeln) wurde am 14. Juli 1917 bei Helbing in München versteigert. Gewölbter Körper in geflammtem Ahornholz, Decke mit Ebenholzauflage, am Steg und am Schalloch Perlmutterverzierung.
16Dall’ Hocha, Gasparo. — Ferrara. 1568
17Nach Valdrighi (1483) nicht nur ein Lautenmacher, sondern auch als Lautenspieler bekannt. Vermutlich von deutscher Abstammung.
19Dallemagne, Pierre. — Mirecourt. † 1739
20Unbedeutender Geigenmacher. Ein gleichnamiger, vielleicht der Sohn, starb 1748.
22Dal Liuto s. Simone (Semola)
23Dall’ Oglio, Domenico. — Padua. Geb. nach 1700, † in Narwa 1765
24Ursprünglich Mechaniker, ging er schon in jungen Jahren zur Musik über und wendete sich nebenbei mit Erfolg dem Geigenbau zu. In seiner Arbeit zeigt sich der paduanische Stil, der auch in Bagatellas Geigen noch hervortritt, schon deutlich ausgebildet. Es gibt recht gute Geigen und Lauten von ihm, die nur in bezug auf Holz und Lack nicht ganz entsprechen. Er stand auch als Musiker in Ansehen und wurde als Direktor des kaiserl. Orchesters nach St. Petersburg berufen. Als er seine Heimat wieder einmal besuchen wollte, starb er auf der Reise.
26Dall’ Ongaro, Ignazio. — Venedig. 1747. 1783
27Ein Geigenmacher dritten Ranges, der nur selten die guten Eigentümlichkeiten der venezianischen Schule in seiner Arbeit erkennen läßt. Manchmal schreibt er sich kurzweg Ongaro.
29D’Ambrosio, Antonio. — Neapel. 1820
30In seiner Arbeit kennzeichnet sich der allmähliche Verfall der Schule von Neapel. Übrigens scheint er sich auch mehr mit dem Bau von Mandolinen und Gitarren als mit dem von Geigen beschäftigt zu haben.
32Daniel, ein französischer Lautenmacher, der um 1656 vorkommt
34Daniel (»Meister Daniel«). — Antwerpen. 1636
35De Piccolellis, Vidal u. a. erwähnen einen Antwerpener Meister Namens Daniel, der 1636 einen Kontrabaß für die Sakramentskapelle der Kathedrale gemacht hat. Ein Geigenmacher mit dem Familiennamen Daniel lebte damals nicht in Antwerpen; nur ein Daniel Bader, Orgel- und Klavezinmacher, kommt dort von 1600 an vor; vielleicht ist dieser mit dem »Meister Daniel« identisch.
37Daniel, Charles. — Marseille. 1762
38Er eröffnete 1762 seine Werkstatt. Selbständige Arbeiten von ihm sind mir nicht bekannt geworden. Er war hauptsächlich Händler und Reparateur und beschäftigte sich mehr mit Blechinstrumenten als mit Geigen.
40Daniel, Edmond. — Marseille. 1800. 1850
41Sohn, Schüler und Nachfolger von Charles Daniel, arbeitete kurze Zeit bei Gand in Paris und war der Lehrer von A. Guérin, der später sein Nachfolger wurde. Als tüchtiger Reparateur wurde er geschätzt, trieb aber hauptsächlich einen Handel mit Musikinstrumenten aller Art.
43Daniele, lebte in Verona
44Geigenzettel: Daniele in Verona (gedruckt).
46Danieli, Giovanni. — Padua. 1745. 1785
47Arbeitete erst allein und später mit Bagatella zusammen, dem er auch in der Arbeit nahesteht.
48Geigenzettel: Joannes Danieli fecit Patavii / 1745 (gedruckt). — Danieli et Bagatella / fecerunt Patavii Anno 17 . . (gedruckt).
50Daniels, Geo W., lebte im 19. Jahrhundert in Boston
52Dankwart, Belizar. — Warschau. 1603
53Ein im 17. Jahrhundert in Polen tätiger Geigenmacher, dessen Violinen zwar etwas zu dünn im Holz sind, aber im Modell an die Brescianer Schule erinnern und die deshalb auch von gewissenlosen Händlern gerne mit
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