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Scan 115
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1J. Padewei aus Karlsruhe, nach der Form von Buillaume gearbeitet. Schöner, reiner, klingender Ton, im Basse etwas kräftiger, als das oben erwähnte Engleber'sche Cello.
3Wilh. Knoop aus Meiningen hatte ein Instrument von Stainer'scher Bauart eingesandt. Der Ton schön, voll, in der Ferne etwas verlierend.
5L. Engleber aus Bamberg. Cello mit Bogen, zu 55 fl. Bauart deutsch, guter Ton, der auch in der Ferne anhält, und schöne Arbeit.
7Kühlewein und Tezner aus Markneukirchen. Violoncello. mit Bogen und Kasten, zu 52 fl. 30 kr. Bauart sehr flach, nach Stradivario. Gutes Instrument, jedoch etwas unklarer Ton.
9J. A. Baader und Comp.; Cello zu 25 fl. Gut gearbeitet, doch von etwas stumpfem Ton, der sich wohl mit der Zeit verbessern wird.
11Neuner und Hornsteiner aus Mittenwald. Ein Cello zu 25 fl. Die Instrumente der beiden Verleger aus Mittenwald waren in Anbetracht des außerordentlich niederen Preises wirklich vortreffliche Instrumente, welche, da sie nach guten Meistern gearbeitet sind, mit der Zeit an Werth gewiß nur gewinnen werden.
13Ferdinand Hell aus Wien hatte einen Contrabass geliefert. Dimensionen etwas klein, Ecken abgerundet, nicht sehr stark hervortretend. Der Hals war zum Abschrauben eingerichtet, gleich dem, mit welchem der Contrabassist Kampfe schon vor langer Zeit reiste. Die Stimmmaschine aus Neusilber. Preis samt Bogen 300 fl. Der Ton war voll, gut, aber etwas stumpf.
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