Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 118

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Savart in Paris. Er verwandelte die Geige gar in einen breiten Sarg, „zwei Bretter und vier Bretchen“; Decke und Boden waren eben, und zwei gerade Schläge vertreten die Stelle der Schalllöcher. Er hatte bei seiner Idee bloß zwei schwingende Brettcchen im Auge, auf welche die Vibrationen durch einen vertikalen Stab, die Stimme, übertragen wurden. Savart preis sein Instrument sehr und hundert Andere nach ihm. Er gestand zwar selbst, daß sein Instrument den brillanten Ton der besseren Italiener nicht besitze, aber für den Ausdruck „sanfter Gesihle“, meinte er, da sei sie ganz geschaffen. Diese Geige hatte indeß wie jede andere Schachtel, die man mit Saiten bezieht, einen höchst schwachen, im eigentlichen Sinne also gar keinen, aber jedenfalls keinen Geigenton.
3Später genügte auch Savart diese vierseitige Geige durchaus nicht mehr, und er suchte das Geheimnis des Geigenbaues durch andere Experimente aufzuhellen. Anhaltspunkte hiezu glaubte er in den Schwingungszahlen der Decke und des Bodens und in dem in den Geigenkörper eingeschlossenen Luftvolumen aufgefunden zu haben. Durch die Liberalität des Pariser Geigenmachers Bullaume wurde er in den Stand gesetzt, eine größere Anzahl der besten Erzeugnisse Stradivario’s und Guarnerio’s, sowohl im Ganzen als in ihren Bestandtheilen, einer sorgfältigen akustischen Analyse zu unterwerfen. Durch ein Experiment, jenes zählich, welches man in der Physik zur Erzeugung der Klangfiguren anwendet, fand er, daß Decke und Boden von jenen Meisterinstrumenten um einen Ton differieren. Um sich von der Nothwendigkeit einer solchen Differenz auch indirect zu

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