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Scan 129
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1ist, am Güte des Tones nicht nur nicht gewinnen, sondern sogar auffallend verlieren.
32. Die Erfahrung bestätigt es, daß von zwei aus demselben Holze angefertigten Bogeninstrumenten dasjenige, welches bereits durch längere Zeit gespielt wurde, einen klareren und weicheren Ton gibt und leichter anspricht, als das andere; welches eben erst aus den Häuben des Verfertigers hervorging. Beweis, daß es nicht die Austrocknung des Holzes allein ist, welcher man die Vorzüge des Tones zu verdanken hat, wenn gleich der Instrumentenmacher bei der Wahl des Holzes auch vorzüglich darauf zu sehen hat. Vielmehr scheint es davon anzukommen, daß die Fasern und alle Moleküle des Holzes der Dosen durch das Spielen jene Lage und Beweglichkeit erhalten, welche sich für die Vibration am besten eignet.
53. Ist an keinem einzigen der alten italienischen Instrumente, die doch von den Imitatoren selbst als höchste Muster gepriesen werden, auch nur eine Spur zu entdecken, daß es auf eine künstliche Weise ausgetrocknet oder sonst präparirt worden wäre.
7Hoffentlich wird diese Ausartung der Instrumentenfabrikation nicht mehr lange Bestand haben. Die mehr und mehr an den Tag tretenden Erfahrungen müssen endlich den Musikern und Oliettanten die Augen über den Werth solcher Machwerke öffnen, die — von der sorgsamen und oft minutiösen Arbeit ganz abgesehen — selbst die Vergeudung des schönen Holzes behauern lassen, welches nicht selten auf sie verwendet wird.
9Nach all dem Gesagten kann nun kein Zweifel mehr darüber obwalten, daß die Geigenbauer auf eben
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