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Scan 128
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1mehr und mehr sich erweitern zu sehen, wenn er seine Erzeugnisse ohne seine Firma oder ohne andere spezielle Kennzeichen in den Handel bringt. Auf den Nachruf muß er ganz verzichten, und den Nachkommen, die das Geschäft fortführen, hinterläßt er keinen Namen, der ihnen schon im vorhinein als Empfehlungsbrieft in der musikalischen Welt dienen würde.
3Unbedingt verwerflich wird die Manier der Imitation, oder besser gesagt der Copirung, wenn sie von dem Streben begleitet ist, den Instrumenten gleich anfangs die Vorzüge geben zu wollen, welche erst die Frucht eines längeren, fleißigen (und guten) Spieles sein können, nämlich Weichheit und leichte Anprache des Tones, wie sie sich an den bereits Jahrhunderte alten italienischen Instrumenten finden. Man sucht dies durch künstliche Präparierung des Holzes und durch schwächere Ausarbeitung der Oberdecke zu erzielen. Anfangs treten die Mängel weniger hervor und der Verfertiger erreicht seine Absicht, wenn er nur das Machwerk an den Mann bringt. Auf die Dauer bewahren sich jedoch solche Instrumente nicht, weil die Decken wegen der durch das künstliche Austrocknen oder Beizen des Holzes, oder durch zu dünne Ausarbeitung geschwächten Holzfasern die intensiven Schwingungen nicht aushalten.
5Für die Richtigkeit dieser Behauptungen sprechen folgende Thatfachen:
71. Es werden jetzt schon von verschiedenen Seiten Klagen laut, daß Instrumente, an welchen das Holz künstlich präparirt, oder die Decke zu dünn ausgearbeitet
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