Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 127

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1und Trachten gewisser Instrumentenmacher einzig darauf gerichtet, ihren Erzeugnissen ein recht ehrwürdiges, altes Ansehen zu verleihen.
3Nicht genug, daß der Violine in Form und Construction des Resonanzkörpers, in dem Schnitte und in der Lage der F-Löcher, in der Windung der Schnecke, der Farbe des Lackes, die täuschendste Ähnlichkeit mit alten Violinen gegeben wird, man sucht auch durch Auskratzen des Lackes durch Anstückelung der Schnecke an den Hals und künstlich angebrachte Defekte anderer Art das Aussehen hohen Alters und häufigen Gebrauches zu erzielen.
5Oft ging und geht die Selbstverlängnung dieser Künstler so weit, daß sie Zettel mit der Firma alter, berühmter Meister ihren eigenen Erzeugnissen einklebten, wodurch — wenn auch der Verfertiger selbst so ehrlich ist, sie als Copie zu verkaufen — doch bei Verkäufen aus zweiter und dritter Hand die Gelegenheit zu wahrscheinlichem Betrugs geboten wird. Diese Manier hat seit ungefähr dreißig Jahren in Paris Wurzel gefaßt und von dort her leiber auch nach Deutschland ihren Weg gefunden.
7So lange gutes, gesundes Holz angewendet und in den wesentlichen Erfordernissen des Baues die italienischen Vorbilder genau eingehalten werden, wird durch diese Fabrikationsweise wenigstens kein Verlust für die Kunst herbeigeführt; denn dem Meister kann es am Ende gleichgültig sein, ob er auf einem alt- oder neuanschauenden Instrumente spielt, wenn es nur gut ist. Der geschickte Instrumentenmacher aber schadet sich. Er kann nicht hoffen, sich einen Namen zu machen und seinen Absatz

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