Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 126

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1welcher die Druck und der mittlere Theil des Bodens wulstförmig, gleichsam ein zwecktes Corpus aus dem Corpus; hervorwuchs, ohne daß man gleichzeitig diesen Nachtheil durch entsprechend höhere Wölbung etwas gemildert hätte; oder man baute die Decken, namentlich die Unterdecken bei flacher Wölbung so dunn über noch dünner, als sie es an den Steinerfischen Geigen bei hoher Wölbung sind. Dieser Fehler war unter den älteren deutschen und böhmischen Geigenbauern sehr verbreitet. Selbst gute Meister, wie Stadelmann und Gessenhof in Wien und Leopold Wibhalm in Nürnberg, liehen sich denselben zu Schulden kommen. Es muß deshalb bei ihren Instrumenten, so gut es geht, durch Ausfütterung des Bodens nachgeholfen werden. Am vorbedächtigsten aber war die schwache Ausarbeitung der Decke; denn die Folge davon ist, daß der Ton nach kürzer Zeit naselnd, dümpf, hohl und das Instrument am frühesten gänzlich zu Grunde gerichtet wird.
3Alles Herumkappen nach Verbesserung hatte nur Verschlechterungen zur Folge. Die italienischen Instrumente stiegen im Preise, je mehr sich die Fruchtlosigkeit dieser Bemühungen zeigte; und je mehr gute Instrumente durch Pfuscherhände verboren wurden. Was Wunder also, daß man zu den mustergültigen Vorbildern zurückkehrte. Man fürzte sich aber dabei in das entgegengesetzte Extrem. Auf die so verbreitete Vorliebe für die Cremoneser Instrumente speulstrend, suchte man nun seinen Vorteil in der slavischen Copirung derselben. Anstatt nach guten Meistern neue Instrumente zu liefern, wie es die Cremoneser Meister zu ihrer Zeit thaten, war nun das Sinnen

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