Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 159

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Luft wenig Oberfläche darbietet, nur schwach tönende Wellen in derselben zu erregen vermag. Um dem Ton der Saite Kraft zu verleihen, ist also ein Resonanzapparat nötig, welcher in seinen schwingenden Theilen der Luft eine größere Oberfläche darbietet und dadurch kräftigere Schallwellen zu erzeugen fähig ist. Dieser Resonanzapparat hat seine Wirkung nicht bloß auf die ihn umgebende, sondern auch auf die in ihm eingeschlossene Luft zu äußern, denn auch diese muß in selbständige Schwingungen gerathen, welche sich durch die in der Resonanzdecke angebrachten Öffnungen ebensfalls der umgebenden Luft mittheilen, und so wesentlich zur Verstärkung beitragen. Die Luft ist, wenn sie zwischen starre Wände eingeschlossen ist, ein so vortreffliches Resonanzmittel, daß man den Ton von Körpern, welche ihr eine etwas größere Fläche bieten als die Saiten, wie z. B. von schwingenden Metallzungen, von Platten und Glocken, ohne Dazwischenkunst von Resonanzböden, allein durch Luftresonanz, wesentlich verstärken kann.
3Der Resonanzkörper der Violine hat indess nicht bloß den Zweck, die Quantität des Saitentones zu erhöhen, sondern er hat auch die Qualität desselben zu erzeugen, und dieser Umstand erfordert weitere Erörterung.
5Der Ton der Resonanzdecke entsteht nicht dadurch, daß sie als Ganzes gleich der Saite oder gleich einer elastischen Fläche schwingt, wobei eine Gleichförmigkeit der Scala hervorzubringen unmöglich wäre, sondern dadurch, daß die kleinsten Theilchen, aus welchen die Masse des Resonanzbodens besteht, in schwingende Bewegungen versezt werden, welche sich in dem Zeitmaße regelmäßig

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