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Scan 158
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Eine Saite ist mit der benachbarten quintenrein, wenn beide zugleich mit einem Finger niedergedrückt in allen Lagen die reine Quinte geben. Nun kann eine Saite an sich rein und mit einer andern, ebenfalls reinen doch quintenfalsch sein. Dies erklärt sich folgendermaßen: Fast alle Saiten sind an einem Ende etwas dünner als am andern. Ist dieses Dünnerwerden auf die ganze Länge der Saite gleichmäßig verteilt, so wird dieselbe bezungseicht regelmäßig schwingen und rein klingen; nur ist die Oktave dann nicht ganz im Mittelpunkt und die Intervalle siegen am starken Ende verhältnismäßig näher zusammen als am schwachen. Zwei Saiten, so ausgezogen daß sich ihre dünnen Enden gegenüber stehen, werden daher, wenn auch an sich rein, doch stets quintenfalsch sein. Hier hilft das Umlehren einer der beiden Saiten. Will es also nicht gelingen, für alle vier Saiten der Geige Züge aufzufinden, die an beiden Enden von völlig gleicher Stärke sind, so ziehe man die dünnen Enden der selben nur alle nach einer Richtung, so wird man ebenfalls einen quintenreinen Bezug erhalten. Am besten ist es, diese dünnen Enden nach der Seite des Steges, unter den Bogenstrich zu bringen, weil dann die Saiten um so leichter ansprechen. one of two readings
2Eine Saite ist mit der benachbarten quintenrein, wenn beide zugleich mit einem Finger niedergedrückt in allen Lagen die reine Quinte geben. Nun kann eine Saite an sich rein und mit einer andern, ebenfalls reinen doch quintenfalsch sein. Dies erklärt sich folgendermaßen: Fast alle Saiten sind an einem Ende etwas dünner als am andern. Ist dieses Dünnerwerden auf die ganze Länge der Saite gleichmäßig verteilt, so wird dieselbe bezungseicht regelmäßig schwingen und rein klingen; nur ist die Oktave dann nicht ganz im Mittelpunkt und die Intervalle siegen am starken Ende verhältnismäßig näher zusammen als am schwachen. Zwei Saiten, so ausgezogen daß sich ihre dünnen Enden gegenüber stehen, werden daher, wenn auch an sich rein, doch stets quintenfalsch sein. Hier hilft das Umlehren einer der beiden Saiten. Will es also nicht gelingen, für alle vier Saiten der Geige Züge aufzufinden, die an beiden Enden von völlig gleicher Stärke sind, so ziehe man die dünnen Enden derjenigen nur alle nach einer Richtung, so wird man ebenfalls einen quintenreinen Bezug erhalten. Am besten ist es, diese dünnen Enden nach der Seite des Steges, unter den Bogenstrich zu bringen, weil dann die Saiten um so leichter ansprechen. one of two readings
4Der Resonanzkörper.
5Nur der kleinste Theil des markigen und glänzenden Tones der Violine geht von den Saiten unmittelbar aus. Man darf in der That nur einmal eine Violinsaite zwischen zwei wenig elastischen Massen, z. B. zwischen zwei Stückchen Blei ausspannen, um die Überzeugung zu gewinnen, daß solch ein dünner Faden, welcher der
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