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Scan 157
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1mässig sind. Man nehme nemlich die Enden der Saite zwischen die Daumen und Zeigefinger beider Hände, spanne die Saiten mässig stark an und setze sie mit dem vierten Finger der rechten Hand in Schwingungen. Sind diese regelmässig, d. h. bilden sie folgende Figur ohne Nebenlinien,
3so ist der Zug rein und verdient aufgezogen zu werben. Laufen die Schwingungen aber unregelmässig zusammen und zeigt sich wie in nachfolgender Figur eine dritte Linie,
5so ist die Saite falsch.
7Dasselbe Verfahren rath selbst schon Urdung an; bezeigleichen Agricola mit folgenden Worten:
9Wenn Du ein gebündlin selten auff thust
10So nim die selte so lang sie haben must,
11Nach dem Instrument recht abgemessen
12Auch solt (was folgt) nicht vergessen,
13Sondern span sie mit den henden von ein
14Und schlag darauff mit dem Daumen allein,
15Also, das die fest zittert und brummet,
16Darnach sich fleißig drauff, was draus kommt
17Ja geringer widerfertigung ist
18Ja besser die fest, das sag ich mit list
19Und ja grösser widerfertigung der fest
20So viel erger sie auff Instrument steyt,
21Denn eine falsche fest, sag ich dir falsch
22Kan gar selten werden gestimmet recht.
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