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Scan 156
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Quinten 3- und 4drähtige (aus 3 oder 4 Därmen gesponnen) gibt. Letztere sind theurer und werden von manchen Geigern auch höher geschätzt. Die Erfahrung lehrt aber, daß unter den 4drähtigen Quinten viel seltener reine Züge zu finden sind, und daß sie früher faßelig und unbrauchbar werden.
3Da die Därmsaiten, wenn sie lange liegen, verderben und die dünnern Saiten dem Verderben früher ausgesetzt sind, so wird man wohl thun, nur auf 5 bis 6 Monate einzukaufen. Alte, verdorbene Saiten sind kenntlich durch die trübe, gelbe Farbe und den Mangel an Elasticität.
5Die Saite sei 1) an sich rein, 2) quintenrein.
7Eine Saite ist an sich rein (ohne Nebentöne), wenn, wie schon bemerkt wurde, ihre Schwingungen regelmäßig sind, und regelmäßig werden sie sein, wenn die Saite, soweit sie ertönt, allenthalben von gleicher Stärke und Dichtigkeit ist. Man suche daher aus der ganzen Länge einer Saite den Zug heraus, der am gleichsten in der Stärke ist, auch wenn dadurch ein Theil der Saite ungenutzt abfallen sollte; denn wollte man eine Saite gleich in ihre Zuglängen abtheilen und zerschneiden, so würde man unter den drei oder vier Zügen derselben oft nicht einen einzigen reinen erhalten und folglich gar nichts von ihr benutzen können.
9Hat man so ein Stück Saite aufgefunden, das erstens die bestimmte Stärke hat, zweitens glatt und ohne Knoten und drittens dem Gefühle und Augenmaße nach von gleicher Stärke ist, so probire man vor dem Aufziehen auch noch, ob die Schwingungen regel-
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