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Scan 16
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1seine Gründe. Abgesehen davon, daß die Beschaffenheit der übrigen lauten- und gutarrenähnlichen Saiteninstrumente, der sogenannten Schlaginstrumente, weber in Hinsicht ihres Baues, noch im Betreff einer etwa orchestralen oder überhaupt musikalischen Bedeutsamkeit so viel Interesse bietet, daß die Violine in dieser Gesellschaft abgehandelt werden könnte, so ist es auch ebenfalls kaum nötig, von den übrigen Bogeninstrumenten, der Viola, dem Cello und Contrabass, mit welchen die Violine die Herrschaft des Orchesters theilt, besonders zu sprechen; denn sie sind nur in Masen, nicht nothwendig in der Form, von ihr verschlieben, während die Gesetze ihres Baues mit jenen der Violine in Eins zusammenfallen.
3Wenden wir die Blicke auf die Entstehung dieses Instrumentes, so finden wir, daß die Geschichte ihre gewohnte Weise auch hier keineswegs verläugnet; denn wie sie anberwärts nur Gereiftestes, nur vollendete Thatfachen aufzuzeichnen pflegt und den Forscher im Übrigen von ihren Wegen in die Pfade der Vermuthung und des Zweifels drängt, so gönnst sie uns auch von der Violine erst ein klares Bild, als nur wenig mehr zu der Vollendung des wunderbaren Instrumentes fehlte, das, vor allen andern vollkommen, nun seit 150 Jahren weder eine Verbesserung erfahren konnte, noch einer solchen bedurfte. — Was für ein Abstand liegt zwischen der Saite, welcher ein ausgehöhlter Flaschenkürbis als Resonanzkörper dient, ober der an einem gefräumten Stabe aufgespannten Schnur, welche der Reger an einem Ende in den Mund nimmt, um sich durch Klimpern einen musikalischen Genuß zu bereiten, und zwischen den
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