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Scan 17
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Violinen der großen Cremoneser Geigenbauer Antonio Stradivari und Guiseppe Guarneri! Und doch datirt von solchen Versuchen die Geschichte des Baues der Saiteninstrumente. Von diesen kunstlosen Versuchen bis zu den vollkommenen Werken jener Meister liegt aber eine weite Kluft, zu deren Ausfüllung nur spärliche Mittel geboten sind. Wenn wir dennoch den Versuch wagen, die hieher gehörigen Daten an einander zu reihen, so möge der Leser entscheiden, ob diese Mühe mehr oder weniger lohnend zu nennen sei.
3Um Aufschluss auf die Frage nach der Entstehung der Bogeninstrumente zu erhalten, sehen wir uns nothwendig zuerst an die gebildeten Völker der Vorzeit gewiesen. Man betrachtet es aber gegenwärtig als eine ausgemachte Sathe, daß Griechen und Römer kein Instrument besaßen, das Ähnlichkeit mit unserem Streichinstrumenten gehabt hätte, obwohl man dies eine Zeit lang von der Magadis behaupten zu dürfen glaubte. Die Magadis war mit zwanzig in Oktaven gestimmten Saiten bezogen. J. B. Doni sagt, sie habe Ähnlichkeit gehabt mit der Viola di Bordune, die man auch Lirone nennt, welche im 16. Jahrhundert in Italien im Gebrauch war und 11 bis 12 Saiten hatte, auf denen man (harpeggio) mit dem Bogen Accorde spielte. Diese Vermutungen sind jedoch ohne historischen Werth, denn es findet sich bei den alten Schriftstellern keine Spur, daß die Griechen ein Instrument hatten, welches in seiner Construction an unsere Streichinstrumente erinnern könnte. Man hat den Bogen in dem Plectrum finden wollen, und in der That erklären es manche Wörterbücher mit „Bogen eines musikalischen Instru-
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