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Scan 18
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1mentes"; aber es ist dies eine Begriffsverwirrung im wahren Sinne des Wortes. Die Statuen, bas-reliefs, ebenso die Malereien auf griechischen Gefäßen zeigen uns oft genug Darstellungen des Plectrums, und diese alle lassen uns darin ein Stückchen Holz, Knochen oder Eisenbein erkennen, das in ein Häfchen ausläuft und mit welchem man demnach die Saiten entweder knetpen oder schlagen konnte. In allem, was wir von der Bildhauer- und Malerkunst der Griechen und Römer haben, erscheint nichts, was dem Bogen ähnlich wäre.
3Dagegen scheint Indien die Wiege der Streichinstrumente zu sein, und man nimmt an, daß dieselben sich von hier aus dem übrigen Asien und Europa mittheilten.
5Es ist ebenso bekannt, daß Indien die ältesten Denkmale einer sehr fortgeschrittenen Civilisation aufweist, als es gewiß ist, daß die Bewohner dieses Landes seit Jahrtausenden auf dem status quo ihrer einstigen Bildung geblieben sind; aber gerade aus diesem Grunde haben die musikalischen Instrumente, die wir dort antreffen, den Charakter ursprünglicher Originalität auch noch bewahrt, und die Einfachheit ihrer Einrichtung läßt die Ansätze der Bogeninstrumente unzweifelhaft erkennen. Fetis gibt von dem ältesten und in Indien zugleich verbreitetsten Instrumente dieser Gattung, dem Ravannastron, folgende Beschreibung: Das Ravannastron besteht aus einem hohlen Cylinder von Maulbeerseigenholz, dessen Länge 11, dessen Durchmesser 5 Centimeter beträgt. Auf einer Seite ist dieser Cylinder mit breitschuppiger Boaschlangenhaut überspannt, welche Vorrichtung der Bestimmung einer Resonanztafel ent-
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