Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 19

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1spricht. Ein an diesem Körper befestigter Stab von 55 Centimeter Länge, mit den an seinem oberen Ende eingebohrten 2 Löchern und den zum Spannen der Saiten nötigen Zapfen dient dem Instrumente als Griff oder Hals. Ein am untern Theile dieses Stabes angebrachter Riemen aus Schlangenhaut vertritt die Stelle eines Saitenhalters. Der Steg ist 18 Millimeter lang, oben schräg und an seinem auf der Tafel ruhenden Theile rechtwinkelig so ausgeschnitten, daß durch die Ausschnitte zwei Füße gebildet werden. Die Saiten sind aus Gazellenbarm. Der Bogen besteht aus einem leicht gekrümmten Bambusrohr. Eine Höhlung in dem Kopfe dieses Bogens dient, um darin ein Bündel Rosshaare festzumachen, welche straff angezogen und am andern Ende mit Umschlingungen eines sehr biegsamen Binsengeslechtes befestigt sind. — Da der Indianer überhaupt und im Gegensatz zum Chinesen die lärmende Musik nicht liebt, so ist auch der Ton dieses Instrumentes schwach und dumpf, aber angenehm. Nach indischer Ueberlieferung wurde es von Havana, König von Ceylon, 5000 Jahre vor Christus erfunden und wird gegenwärtig meist in den Händen der Panberons, einer Art wandernber buddhistischer Mönche gefunden, während die ärmere Klasse der Bewohner Indiens sich eines andern, dem Navanastron übrigens sehr ähnlichen Instrumentes bedient.
3Der Omerti ist seinem Baue nach schon ein etwas mehr vervollkommnetes, ebenfalls zweisaitiges Bogeninstrument. Der Körper besteht aus einer Cocosnuss, von welcher 1/3 hinweggenommen ist und deren Wände nur 2 Millimeter dick gelassen werden. Vier länglich-

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