Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 161

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1rer ift. Es werden also in demselben Raume desto mehr oder weniger vibrierende Molecule durch die Luft auf das Ohr wirken und der Ton wird eben deswegen von größerer oder geringerer Kraft, auch Mark genannt, sein.
3Die Kraft des Tones wird also gemessen durch den Flächeninhalt der vibrierenden Fläche, und durch die Dichtigkeit derselben.
5Schwingen in einer geeigneten Fläche so viele Molecule derselben, als überhaupt in freie Schwingung versetzt werden können, ungebhindert, so entsteht das, was man einen nobeln Ton zu nennen pflegt. Von der grössern oder geringern Elongation der schwingenden Molecule hängt die Stärke des Tones ab. Hat die Saite nicht Kraft genug, die ganze Molecularmasse des Resonanzkörpers in freie Vibration zu versehen, so ift der Ton stumpf und matt.
7Werden die Molecule der Resonanzfläche mit hinreichender Kraft in Bewegung gesetzt und es bilden sich isolirte Massen, oft in Linien gereiht, welche nur schwierig und ungern dem allgemeinen Vibrationssystem folgen, so entsteht in gewissen Fällen ein brakender, rauher, zuletzt ein gemengter Ton, welcher, je weiter die Schallwelle sich verbreitet, desto mehr und mehr sich in seine einzelnen Schallbestandtheile auflöst, deshalb rasch an Kraft verliert, und eben darum, nach dem technischen Ausdruck, nicht in die Ferne trägt.
9Der Resonanzkörper hat also nach den angegebenen Gesichtspunkten in mancher Hinsicht dieselbe Aufgabe wie die Saiten selbst, und seine Construction ist in Betreff des Materials und der Eigenschaften derselben auch von ähnlichen Voraussetzungen bedingt wie diejenigen sind,

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