Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 183

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Bullau me glaubt, dieses „unmäßige Gewicht“ des Sattenschusses werde allmählig zur gänzlichen Zerstörung der alten Instrumente führen.
3Der Balken hat durch die geschweifte Form und größere Länge, welche man ihm gegenwärtig gibt, unbestreitig gewonnen. Seine Stellung ist mit dem Steg in so weit in Einklang zu bringen, als der linke Fuß desselben gerade über den Balken zu stehen kommt. Der Balken hat die Bestimmung auf dieser Seite die Last zu tragen, er muß also folgerichtig so viel entgegen wirken als das darauf ruhende Gewicht ausmacht; er muß so stark sein, daß er diese Last trägt ohne einzusinken.
5In diesem Punkte gehen die Meinungen selbst der Besten auseinander, und da die Stärke der Decke auch zu berücksichtigen ist, so ist hier eine Feststellung der Verhältnisse durch Zahlen äußerst schwer, oder unmöglich. Hohe oder niedere Wölbung des Geigenkörpers muß bei Bestimmung der Balkenlänge ebenfalls in Anschlag gebracht werden. Einige glauben den Stein der Wässer im Geradlegen, andere im Entgegengesetzten gefunden zu haben, wieder andere nehmen die Sache anscheinend gleichgültig. *)
7*) Die dahin abzielende Frage eines Künstlers beantwortete Stöß in Wien damit, daß er sagte: „Wenn die Geige gut ist, d. h. Holz und Ausarbeitung, dann können Sie ihn legen, wie Sie wollen, es wird gut klingen.“ Auf die weitere Frage, wie denn er (Stöß) den Balken zu legen wisse, sagte er: „Ich weiss es nicht — wie er mit gerade gesellt.“ Ein andermal: „Lassen Sie all das Spektakel. Erfinden Sie nur eine Maschine, mit welcher man die Stimme in der Geige um ein Haar verlängern oder verkürzen kann (ohne sie herauszunehmen); mehr brauchen wir nicht, dann haben wir’s.“

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