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Scan 184
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Auch der Fuß des Steges unter den Diskantsaiten braucht eine Unterstützung. Sie muß aber anders sein als im Basse, und der Decke hier noch mehr Festigkeit geben. Dies geschieht durch eine vertikale cylindrische Stütze, welche zwischen Boden und Decke (nicht stark) eingeklemmt wird.
3Sie darf nicht gerade unter den Fuß des Steges kommen, sonst würde die Schwingung des Steges, anstatt sich der Decke mitzuteilen, größtentheils durch diese Stütze nach dem Boden geleitet werden, und der Ton dadurch matt und steif werden; sie wird deshalb etwas nach unten (in der Richtung gegen das Saitenvest), etwa 6 mm vom rechten Stegfuß abgerückt. Das Wichtigste beim Sezen der Stimme ist wohl, daß dieselbe weder zu fest noch zu lose zwischen die beiden Taseln gestellt sei, daß sie also genau die rechte Länge habe. Die Franzosen nennen die Stimme recht charakteristisch die "Seele" (l'âme), denn die eigentliche Tonentwicklung der Geige hängt von ihrer guten Beschaffenheit ab.
5Spohr gibt im Betreff des Aufstellens der Stimme folgende Ratshläge: "Das Sezen der Stimme geschieht mit dem Stimmrichter (Fig. 27.) Man spielt die Stimme einen halben Zoll von oben an die Spitze des Eisens, schiebt sie durch das rechte F-Loch in die Geige und stellt sie auf, indem man zuerst den unteren Theil fest auf den Boden drückt und dann den oberen durch Zurückziehen des Stimmrichters an die Decke klemmt. Nun lehrt man das Eisen um und zieht mit dem Hacken (b) oder schiebt mit der Vertiefung (c) oben und unten so lange, bis die Stimme auf dem ihr zukommenden Platz steht. Dieser ist in der Regel dicht hinter
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