Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 194

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Bimsstein. Man darf aber nicht in gerader Bewegung reiben, weil sonst der Lack auf den Jahren und auf der zwischen ihnen liegenden Holzmasse ungleich abgeschliffen würde. Der Spirituslack hingegen wird mit Leinöl und Bimsstein abgeschliffen. Das Del nimmt man durch Reiben mit Löschpapier weg. Der Bernsteinlack wird mit Wasser und Tripel polirt; der Spirituslack aber mit Del und Tripel." (Otto.)
3Alle Versuche, einen Lack zu bereiten, der an Schönheit und Dauerhaftigkeit jenem der alten Meister gleich käme, haben zu den erwünschten Resultaten nicht geführt. Man ist noch immer nicht einmal über das Bindemittel der Harze einig, ob es Leinöl oder Spiritus sei. Man hat wohl Annäherndes zu Stande gebracht, aber das Feuer und das Leben, das die alten Italiener ihrem Lack zu geben wussten, will Keinem gelingen. "Ich vermuthe", wird uns geschrieben, "dass durch den Welthandel, der früher über Venedig ging, jetzt aber ganz andere Wege geht, gewisse Ingredienzien außer Kurs gekommen sind; sie sind eben keine Handelsartikel mehr. So ist z. B. das achte sogenannte Drachenblut ganz verschwunden und es existirt nur das englische Fabrikat. Das achte ist aber durchsichtig, ein dunkelrothes Harz, das aus dem Drachenbaume (Draco) fließt, sich im ätherischen wie im fetten Oele löst, keines anbern Zusatzes bedarf, und seiner Einfachheit in der Behandlung wegen zu dem Schlusse einigermaßen berechtigt, daß sich die Geigenmacher schon der Bequemlichkeit wegen dessen bedienen. Noch ein Umstand: Hamburg ist auch ein großer Handelsplatz, in dessen Hafen auch Schiffe aus der ganzen Welt einlaufen: die alte Hamburger Geigen-

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