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Scan 199
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1lation der Bogen. Selten jedoch fand er ein Scheit, das gerade oder nicht knorrig und nach allen Seiten gebogen war, so daß aus 8—10,000 Kilogramm kaum einige gute Stangen gewonnen werden konnten.
3Die Seltenheit des Brasiliienholzes in der obenerwähnten Zeit erklärt den ungeheuren Preis, auf welchen Tourte seine Bogen brachte, denn er verkaufte einen Bogen dessen Frosch von Schildkröte und dessen Kopf mit Perlmutter belegt war, mit goldener Verzierung des Frosches und Knopfes um 12 Louisd'or (zu 24 livres); seine besten Bogen mit Silber verziert, Frosch von Ebenholz, wurden zu 3 1/2 Louisd'or, die gewöhnlichen Bogen ohne alle Verzierung zu 36 Frs. verkauft. Bis 1775 waren weder Länge und Gewicht der Bogen, noch die Bedingungen des Gleichgewichtes in der Hand festgesetzt gewesen. Durch den Rat berühmter Künstler, mit denen er umging, aufgeklärt, bestimmte Tourte die Länge des Violinbogens (den Kopf mit inbegriffen) auf 74 oder 75 Centimeter; den Violabogen zu 74, den Cellobogen zu 72 oder 73 Centimeter. Damals bestimmte er auch die Entfernung der Haare von der Stange durch die Höhen des Kopfes und des Frosches. Durch seine Proportionen erhielt er auch den Winkel, der dem Haare zum Angriff der Saiten notwendig ist, indem er das Hinderniß beseitigte, daß diese die Stange berührten. Da bei seinen Bogen der Kopf höher war als bei den früheren, und folglich auch schwerer, so vermehrte er aufmerkbare Weise das Gewicht des unteren Theiles, damit der Schwerpunkt sich der Hand nähere und den Bogen in vollkommenes Gleichgewicht bringe. Zu diesem Zwecke schmückte er den Frosch und den Kopf gern mit Ver-
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