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Scan 55
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Gassen herumb, und haben die Spitze derselben, obers wie es sonst genannt wird, den Halß, darinnen die Clavis oder Wöbel, damit die Säitten vffgezogen und gestimpt werden; stecken, an die Brust gesetzet: das anber Theil aber, da unten die Höle, und das dreyeckichte Fundament ist, haben sie vorwerts hinausgestreckt. Und halten also solch Instrument in der linken Hand, und Rühren an den unterschiedenen Puncten und Sectionibus (welches sonst vff Lauten und Githern die Bünde sind) die Säitten mit dem linken Daumen ein wenig und gar gelinde an: Mit der rechten Hand aber ziehen sie den Bogen uber die Säitten hin und her: Die Tieffe der grössten Säitten hat ihren Anfang am untersten ende, und erstreckt sich bis oben zur Spitzen; welche an die Brust gesetzet wird, so denn mit dem Daumen der linken Hand dieselbe Säitte jederzeit hind und her wieder berühret, und die unterschiedliche Melodey zuwege bracht wird. Die Rechte Hand streicht den Bogen uber die Säitte, gar oben zwischen der Linken Hand und dem obersten Theil, also das allezeit der geringste Theil der Säitten den rechten Tonum von sich giebet: Und lauet von fernen viel anmuthiger; als wenn man nahe darben ist."
3"Die beide Modos, Jonicum und Hypojonicum können sie gar wohl vff diesem Instrument, gleichwie vff den Trummen, Sachpfeiffen, und andern dergleichen Instrumenten spielen und zuwege bringen, die andern Tonos aber nicht so wol.
5"Wund ob zwar diejenige, so der Musie vnierfahren; allein bei den Tertien, Quarten, Quinten und Octaven bleiben müssen, die Tonos aber und Semitonia nicht
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