Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 57

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1gestimmet: Und bleiben die obersten drey allezeit in einem Laut und Tono, wie sie ins-c g c gestimmet seyn; Off der größten Saitte aber, wird mit dem Anrühren des Daumens die rechte Melodey, gleich wie ein rechter Clarien off einer Trummet zwoege bracht, also, daß wenn es von fernen gehört wird, nicht anders lautet, als wenn vier Trummeten mit einander bliesen und lieblich einstimmen; Sonsten ist es in allen Dingen durch und durch also beschaffen, wie hieworn auszm Glareano verdeutschet, und angezeigt worden."
3Die Meinung einiger Autoren, daß Trumscheit sei seinerzeit in unserm Sinne als Streichinstrument betrachtet worden, und es habe sich aus demselben unser Contrabass herausgebildet, können wir durchaus nicht theilen. Nach der eben mitgetheilten Beschreibung läßt sich der musikalische Beruf dieses sogenannten Musikinstrumentes, auch Meertrompete genannt, unschwer erkennen. Seine ungleichen Saitenlängen schlossen eine kunstmässige Behandlung überhaupt aus; welcher Verdüngung es aber fähig war, das stellt sich in den Abbildungen, wie sie Virdung (Fig. 10) und Prætorius (Fig. 17) geben, klar vor Angen, und diese ist fast so gering, als der musikalische Werth des Instrumentes selbst, denn sie beschränkt sich bloß auf den Unterschied der Saitenzahl.
5Die Seltenheit des Werkes von Prætorius hat es uns rathlich erscheinen lassen, die einschlägigen Citate so ausführlich als möglich zu geben, um den Leser in den Stand zu setzen, sich von dem Reichthume, den Deutschland zu Anfang des 17. Jahrhunderts an Vogeninstrumenten aufweist, ein möglichst vollständiges Bild zu machen. In der That mußte die Lautenmacher-

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