Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 59

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1ciniam genennet, diweil es besser ist, mit besitzten Instrumenten, als Geigen, Lauten, Harffen und allen andern, und sonderlich mit Violn de gamba, wo man die haben kaun, In mangelung aber derselben mit Vio- len de bracio, dieselbige Capellam zu bestellen. Denn der Sonus vnd Harmonia der Violen und Geigen con- tinuirt sich immer nach einander mit sonderbarer Lieb- ligkeit, ohne einige respiration, deren man vff Posau- nen und andern blasenden Instrumenten nicht entrathen kann &c."
3Daraus resultirt, daß man zur damaligen Zeit nicht nur reine Instrumentalaufführungen kaunte, son- dern daß man hiebei sowohl die bunteste Menge, ja die ganze Habe an Tonwerzeugen ins Gesicht zu führen gewohnt war, oder auch ein Orchester aus bloßen Saiten- instrumenten zusammenzusetzen nicht verschmähte. Rau- schende Effekte liebte man nicht, und diese Geschmack- richtung mag Prætorius auf die Zusammenstellung einer "Capella Fidicinia" gebracht haben. Dabei machen wir noch überall die Wahrnehmung, daß die Gambeninstru- mente stets bevorzugt sind, die "Violino di bracio" aber, die Violine nemlich, eine ziemlich ärmliche Rolle spielt und die in ihr schlummernde Anlage zur Königin des Orchesters noch nirgend sichtbar wird.
5Die Violine konnte aber auch damals erst wenig von dem nobeln Toncharakter besitzen, der sie bald vor allen andern Instrumenten auszeichnete. Der Grund hievon liegt nicht etwa in dem verhältnismäßig gewiß noch mangelhaften Bau derselben, sondern gewiß noch mehr in der damaligen tiefen Orchesterstimmung und in der Qualität der Besaitung, wenn nicht auch noch in

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