Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 62

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Frage nicht gewachsen, deren Entscheidung so schwer ist und noch in weiter Ferne stehen dürfte. Unsere Landsleute haben noch heute die Schwäche, ohne Not fremde Namen und Dinge zu borgen; es ist möglich, daß auch damals die zahlreich an unsren Fürstenhöfen lebenden italienischen Künstler welsche Namen für deutsche Erfindungen und deutsche Erzeugnisse hergaben, die ihnen willig nachgesprochen und nachgeschrieben wurden. Beweise für eine damalige größere Verbreitetheit der Violine in Italien als in Deutschland fehlen ganz. Wenn wir lesen, daß Balthazarini (ein Piemontese, gest. 1570) einen so großen Ruf als Geiger hatte, daß er von Katharina von Medici's an den französischen Hof berufen wurde, so müssen wir nicht notwendig denken, daß er ein größerer Künstler gewesen sei, als Hans Jüdenkünig. Fetis meint sogar, daß am Ende des 16. Jahrhunderts die Geige in Italien noch wenig verbreitet gewesen sei, denn ihr Name komme weder bei der Aufzählung noch bei der Analyse der Instrumente in dem von Cerrato im Jahre 1601 herausgegebenen Buche vor. Die erste Anwendung der wirklichen Geige findet sich erst in Monteverde's Orfeo, welcher 1607 in Mantua erschien; aber die Worte Monteverde's selbst veranlassen uns zu glauben, daß diese Umgestaltung der Viole nicht ursprünglich aus Italien kommt; denn in der Aufzählung seines Orchesters, welche der Symphonic als Einleitung vorhergeht, erwähnt er zehn violes da brazzo, drei Kniebass- und zwei Contrebassviolen und zweier kleiner Geigen nach französischer Art.
3Als Praetorius unsterbliches Werk erschien, hatte Deutschland bereits eine Epoche seiner Geschichte begonnen,

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