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Scan 68
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1leichtesten: Kennzeichen der Brescianer. Gieße aberhaupt eigenhümlich ist. Gaspar di Salo ist indes hauptsächlich kennlich durch die Wahl des Deckenholzes. Er war berühmt, zur Decke eine Gleichförmigkeit und Regelmaßigkei der Jahre zu finden, die erstaunlich ist. Das Schönste und in dieser Hinsicht ans Wunderbare Grenzenbe zeigt die jetzt im Besitz O. e. Bal's sich befindliche Violine von Gasp. di Salo. Fernher gehörte sie Rehatschek in Wien, der sie „die Schafplamannengeige" nannte. Sie war, da unser Gewährsmann sie sah; noch intakt — noch nie gespielt worden. Statt der Schnade hatte sie einen wunderschönen Engelstopp; Griffbrett und Saitenhalter waren noch nach der alten, für uns unbrauchbaren Manier. Die Bal ließ sie herrichten, aber trotz ihres hohen Alters klang sie, wie eben eine neue, nicht ausgespielte Geige klingt. W. L. Forster, ein englischer Kunstsfreund, hat unter seiner bedeutenden Instrumentensammlung eine Geige mit der Inschrift: „Gasparo di Salo in Brescia 1618". Der Ton derselben ist klar; aber kurz. Jetzt meint, wenn dieses Instrument wirklich von demjenigen herrühre, dessen Namen es trägt, so sei es eine Arbeit, die bei dem hohen Alter des Meisters nicht mehr recht geheißen könnte. one of two readings
2leichtesten Kompositionen der Brescianer. Gießle aberhauf eigenhümlich ist. Gaspar di Salo ist indes hauptsächlich kenntlich durch die Wahl des Deckenholzes. Er war berühmt, zur Decke eine Gleichförmigkeit und Regelmaßigkei der Jahre zu finden, die erstaunlich ist. Das Schönste und in dieser Hinsicht ans Wunderbare Grenzenbe zeigt die jetzt im Besitz O. e. Bal's sich befindliche Violine von Gasp. di Salo. Fernher gehörte sie Rehatschek in Wien, der sie „die Schafplamannengeige" nannte. Sie war, da unser Gewährsmann sie sah; noch intakt — noch nie gespielt worden. Statt der Schnade hatte sie einen wunderschönen Engelstopp; Griffbrett und Saitenhalter waren noch nach der alten, für uns unbrauchbaren Manier. Die Bal ließ sie herrichten, aber trotz ihres hohen Alters klang sie, wie eben eine neue, nicht ausgespielte Geige klingt. W. L. Forster, ein englischer Kunstsfreund, hat unter seiner bedeutenden Instrumentensammlung eine Geige mit der Inschrift: „Gasparo di Salo in Brescia 1618". Der Ton derselben ist klar; aber kurz. Jetzt meint, wenn dieses Instrument wirklich von demjenigen herrühre, dessen Namen es trägt, so sei es eine Arbeit, die bei dem hohen Alter des Meisters nicht mehr recht geheißen könnte. one of two readings
4Vor Gaspar di Salo war über die entscheidende Form der Geige nichts Bestimmtes; aber es ist augenscheinlich, daß durch seine Erzeugnisse die gegenwärtige Form dieses Instrumentes festgelegt wurde. In der Folge finden sich nur noch ins Einzelne gehende Verschiedenheiten zwischen den Instrumenten; Verschiedenheiten, welche nur dem sehr gelübten Auge des Kritikers bemerkbar sind.
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