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Scan 81
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1selbst Monat gesröben sein. Er war von hohem, hagerem Wuchs, und hatte seine Werkstatt in dem Hause Nro. 1239 auf dem St. Dominicusplatz. Durch Fleiß und Sparsamkeit hatte er sich mehr als bloßen Wohlstand erworben, denn die Einwohner von Cremona pflegten zu sagen: "Reich wie Stradivario!" Bei den damaligen Verhältnissen mußte er sich in der That einen Reichthum erworben haben, denn er pflegte eine neue Violine nicht unter 4 Louisdor zu verkaufen.
3Buklame, dem wir die Nachrichten über Stradivario verbanken, stellt im Verlaufe seiner Darstellung eine ganz neue Behauptung auf, nämlich diejenige, daß eine Geige nicht erst ausgespielt zu sein brauche, um im Tone vollkommen zu sein, und sucht dies durch eine Stradivario nachzuweisen, welche, nachdem sie 60 Jahre in der Sammlung des Grafen Cozio de Salabue geblieben war, 1824 von Louis Carissio gekauft wurde und dann in den Besitz Buklame's überging. Er sagt: diese Geige ist nie gespielt worden, das Holz, von dem sie gemacht ist, ist von der schönsten Wahl. Die Vollkommenheit der Arbeit (sie trägt die Jahrzahl 1716), die Schönheit des Firmaffes, nichts fehlt ihr. Es ist eine neue Geige, welche aus der Hand des Meisters zu kommen scheint; es ist endlich das einzige Instrument von Stradivario, das bis auf uns in einem solchen Zustande der Erhaltung gekommen ist. Dieses unversehrte Monument der alten Lautenmacherkunst, welches in dem Zeitraum von anderthalb Jahrhunderten kein Bogen erkennen ließ, wiederlegte auf das Glänzendste die Meinung, nach welcher sich der Ton erst dann frei und rein entwickeln könnte, wenn eine Geige lange gespielt
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