Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 82

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

4 lines. Read by computer on 1 October 2026. No printed page number was found. See the scan on archive.org.

1werden wäre; denn hier, bei diesem neuen Instrumente, findet man alle guten Eigenschaften schon vereinigt: Stärke, Kraft, Klangkraft, Feinheit, leichte Ausprache, Noblesse, — mit einem Worte, diese Geige ist ein Meister von äußerer Schönheit und von wohlschmeckender Vollkommenheit. Dagegen schrieb Spohr am 22. Sept. 1814 zu Mailand in sein Tagebuch: „… Ueberhaupt erfielen hier viele vorzügliche Instrumente. Ein Herr Caroli besitzt zwei sehr schöne Stradivari; Rotta ebenfalls eine von großer Schönheit; ein Graf Gogio de Solence hat in seiner zahlreichen Sammlung von vorzüglichen Geigen unter vielen andern von Amati, Guarneri und Guadagnini auch vier Stradivari, auf denen noch gar nicht gespielt ist, und die, obgleich sehr alt, aussehen als ob sie eben erst fertig geworden wären. Zwei von diesen Geigen sind aus dem letzten Lebensjahre des Künstlers, von 1773, (?) wo er ein Greis von 93 Jahren war. Man sieht es den Geigen aber auch gleich an, daß sie ein zitternder Greis mit unsicheren Händen geschnitzt hat; die beiden andern sind aber aus der besten Zeit des Künstlers und von großer Schönheit. Der Ton ist voll und stark, aber doch noch neu und hölzern, und sie müssen wenigstens, um vorzüglich zu sein, 10 Jahre gespielt werden.“
3Zu den anerkannt schönsten Instrumenten Stradivario’s gehört 1) jenes im Besitze des Großherzogs Leopold II. von Toskana; 2) das des Virtuosen Alard; 3) des Biotti, nun im Besitze des Brochant von Villiers; 4) dasjenige von Artot, im Besitze des Grafen von Gessol in Nizza; 5) dasjenige des Boissier in Genf.

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.