Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 95

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Hofgeigenmacher des Kaisers Leopold I., dem nach Sigismundes Lob Tyrol zufiel, bestätigt. In den letzten Jahren seines Lebens verfiel Stainer in Jersien, der im Lobsucht überging, bis er endlich, 62 Jahre alt, im Jahre 1683 starb. Diese Thatsachen sind mit Bestimmtheit ermittelt; dagegen verpionen alle die Märchen, mit welchen die Zeit das Leben dieses Künstlers in romantischen Schimmer zu leiden bemüht war, keinen Glauben. So soll nach Einigen die Ursache seines Wahnsinns in dem Kummer liegen, den er darüber empfunden haben sollte, daß er seine Geigen zu wohlfeil verkauft habe; nach Andern wäre eine lebensschaftliche Liebe für Clara Bimercatt die Quelle seiner Krankheit und seines tragischen Endes gewesen. Die letztere von beiden an sich aller Wahrscheinlichkeit entbehrende Angabe mag wohl jener uns nicht ferne liegenden Zeit entstammen, wo man beliebte, seiner Unwissenheit in Betreff des Lebens und Wirkens großer Künstler damit hinweg zu helfen, daß man ihrem Namen die Malel gemeiner Leidenschaften anbildete. Eine andere Sage behauptet, Stainer soll sich nach dem Tode seiner Frau in ein Benediktinerkloster zurückgezogen, und seinen Lebenslauf mit der Verfertigung von 12 Geigen beschlossen haben. Diese Geigen seien von kostbarer Schönheit gewesen, und er habe davon je eine den 12 (?) Thürfürsten des Reiches gesandt. Duillaume sah 1817 eine Stainer-geige, die ehemals dem Herzog von Orleans, dem Großvater des Königs Louis Philipp, gehörte, welches Instrument man für eine dieser 12 Geigen erklärte.
3Der im Norden an Stainers Geburtsort grenzende Gebirgsrücken der Pasatich und der Gleirsch war

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