Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 94

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Deutsche Schule.
3Während sich der Norden von Italien durch die unübertrafflichen Meisterwerke der Cremoneser einen außergewöhnlichen Ruf erwarb, schuf ein Tyroler aus der Schule des Nicola Amati, Jakob Steiner, auch in Deutschland die eigentliche Akra des Violinbaues.
5Jakob Steiner war am 14. Juli 1627 zu Absam, einem Dorfe unweit der Salinenstadt Hall im Inntale, geboren. Der Pfarrer des Ortes, der das Talent des Knaben bemerkte, gab ihn zu einem Orgelmacher in Innsbruck in die Lehre. Allein der Knabe war für diese Arbeit zu schwachlich, und deshalb riet ihm sein Meister, das weniger beschwerliche Geschäft der Geigenmacherei zu erlernen. Durch Empfehlung und Unterstützung seines Pfarrers kam Steiner zuerst nach Cremona zu Filolaus Amati. Dieser, das Talent seines Schülers erkennend, wünschte ihn in die Geheimnisse seiner Kunst ein, wünschte ihn aber auch zugleich in Cremona festzuhalten, und verlangte deshalb, daß Steiner seine Tochter heirathen solle. Steiner hatte hierzu keine Neigung und entschloß nach Brescia, wo er bei Bimercati einige Zeit arbeitete. In seine Heimat zurückgekehrt, verheirathete er sich 1645 mit Margaretha Holzhammer, und erzeugte mit ihr 9 Knaben, einen Knaben mit Namen Jakob, welcher am 25. Juli 1657 geboren wurde und am 5. Mai 1658 starb, und 8 Mädchen.
7Steiners Ruf verbreitete sich sehr rasch. Am 29. Oktober 1658 wurde er zum Hofgeigenmacher des Erzherzogs Ferdinand Karl, Grafen zu Tyrol, ernannt, und durch ein neues Diplom vom 9. Jänner 1669 als

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