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Scan 215
Die violine und ihre meister, 1883
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1gleichfalls in London, veröffentlicht. Aus ihm theilt Burney im 4. Bande seiner Musikgeschichte eine Allemande Balzar's mit. Eine andere Sammlung Balzar'scher Compositionen unter dem Titel „Sonatas for a lyra (?) Violin, Viol da Gamba and Bass“ soll sich im Besitze Britton's, jenes Londoner Kohlenhändlers befunden haben, der ein eifriger Musikliebhaber war und nähere Beziehungen zu Händel unterhielt. Etwas später als Balzar, trat
3Johann Fischer auf. Geb. Mitte des 17. Jahrhunderts in Schwaben (es ist weder sein Geburtsort noch der Name seines Lehrers bekannt), galt er zu seiner Zeit als ein vorzüglicher Violinvirtuose. Er gehört zu den ersten namhaften Geigern Deutschlands, die auf besondere Wirkungen durch Umstellung der Saiten bedacht waren. Schon in jungen Jahren kam Fischer nach Paris, wo er bei Lully als Notenschreiber Beschäftigung fand. Die dadurch gewonnene nähere Bekanntschaft mit Lully's Compositionen war von wesentlichem Einfluss auf sein eigenes Schaffen. 1681 wirkte Fischer an der Barfüßerkirche zu Augsburg. Aber schon im folgenden Jahr begab er sich auf Reisen, die ihn durch Deutschland und nach den russischen Ostseeprovinzen führten. Dann trat er 1701 für einige Jahre als Capellmeister in die Dienste des Schweriner Hofes, durchwanderte hierauf Dänemark und Schweden, und kehrte schließlich nach Deutschland zurück, um in Schwedt als markgräflicher Capellmeister zu fungieren. Dort starb er angeblich 1721 im Alter von 70 Jahren. Von seinen Compositionen, bestehend in Solos für die Violine und Viola, Ouverturen, Tänzen und vergl. mehr, scheint nur wenig auf unsere Zeit gekommen zu sein.
5Nächst Fischer ist Johann, Jacob Walther (Walter) zu nennen. Geboren 1650 (nach Gerber) in dem Dorfe Witterda bei Erfurt, soll er das Violinspiel von einem Polen, dessen Bedienter er angeblich war, gelernt haben. Walther trat weiterhin als Violinist in kursächsische Dienste, vertauschte aber später diese Stellung mit der eines italienischen Sekretairs am kurmainzischen Hofe. Aus der Zeit seines Dresdener Wirkens ist ein Werk für Violine von ihm vorhanden, welches folgenden Titel führt: „Scherzi da Violino solo, con il Basso Continuo per l'Organo ô Cimbalo, accomagna-
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