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Scan 186
Die violine und ihre meister, 1904
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1an der komischen Oper, und als er auch hier sich nicht zu halten vermochte, wurde er zum Mitglied der Kommission für die Künste ernannt und trat an die Spitze des Orchesters der Bouffons. Endlich zog er sich ganz vom Pariser Musiktreiben zurück (1801) und setzte sich in der Vorstadt Passy, der ehemaligen Residenz Rossinis, zur Ruhe. Vor seinem Tode kehrte er nach seinem Geburtsort Coni (Piemont) zurück, in dem er, am 2. Februar 1759 geboren, 1823 auch starb.
3Als Tonsetzer war Bruni ziemlich fleißig. So schrieb er außer 22 Opern, die er in Paris zur Aufführung brachte, 4 Sonatenwerke für Violine, einige Konzerte, 28 ehemals sehr geschätzte Hefte Violinduetten und 10 Quartettwerke. Auch eine Violin- und Violaschule verfasste er. Die letztere erlebte eine von Breitkopf und Härtel in Leipzig veranstaltete Übersetzung ins Deutsche.
5Als begabter Schüler Pugnanis gilt auch A. Olivieri, geb. 1763 zu Turin. Er war lange Zeit Mitglied der Kapelle des Königs von Sardinien, sah sich indessen plötzlich genötigt, einer jähzornigen Handlung halber, die er zum Teil unverschuldet beging, nach Neapel zu fliehen. Olivieri war nämlich für die musikalischen Unterhaltungen eines vornehmen Hauses engagiert. Bei einer derselben erschien er, mit Ungeduld erwartet, zu spät. Der Hausherr überhäufte ihn wegen seiner Unpünktlichkeit mit Vorwürfen, und als diese kein Ende nahmen, zerschlug der, durch diese unhöfliche Begegnung aufs äußerste gereizte Künstler seine Violine auf dem Kopfe des Gastgebers, suchte aber auch sofort das Weite. In Neapel war indessen seines Bleibens auch nicht; er besuchte Paris und Lissabon, kehrte jedoch 1814 für immer nach der französischen Hauptstadt zurück. Sein Violinspiel, das als ungemein brillant und delikat geschildert wird, musste er in späteren Jahren wegen allzu großer Starklebigkeit ausgeben. Fétis kannte ihn noch im Jahre 1827. Die Zeit seines Todes ist nicht ermittelt.
7Felice de Radicati, von einer vornehmen, doch verarmten Turiner Familie abstammend, wurde 1778 geboren. 1815 erhielt er die Berufung als erster Violinist am Orchester der Basilica S. Petronio zu Bologna. Doch blieb er hier nicht lange, denn es
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