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Scan 248
Die violine und ihre meister, 1904
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1Zeit sehr hohe technische Ausbildung. Er sowohl als Walther konnten in dieser Beziehung sicherlich mit den gleichzeitigen italienischen Geigern rivalisieren, wenn sie denselben in gewissen technischen Fertigkeiten, z. B. im mehrstimmigen Spiel nicht gar überlegen waren.
3Über die Werke Bivers, die zum großen Teil nur handschriftlich (im St. Mauriz-Archiv zu Kremsier, sowie in Salzburg) erhalten sind, findet man ausführliche Angaben mit vielen interessanten Einzelheiten bei Adler. Sie bestehen teils aus Sonaten (Kirchen- und Kammersonaten, zwischen denen Biber noch nicht streng scheidet), teils aus Vokalkompositionen mit und ohne Orchester (2 Requiems, ein Stabat mater, eine Missa à 4 voci). Auch ein „Drama musicale“ seiner Hand bewahrt das städtische Museum zu Salzburg. Es handelt von Armin und seinem Weibe Segesta und steht nicht auf der Höhe, die Biber sonst wohl erreichte.1)
5Wir betrachten hier näher nur die mehrfach erwähnten acht Violinsonaten vom Jahre 1681, in denen Bivers künstlerische Bedeutung gipfelt, die insbesondere wohl das einzige seiner Werke sind, welches, wenngleich nicht in allen einzelnen Sätzen, auch heute noch für die praktische Musikpflege in Betracht kommt. Der Titel dieses Werkes lautet: Sonatae, Violino solo, Celsissimo, ac Revmo S. R. I. Principi, ac Dnō Dnō Maximiliano Gandolpho, Ex. S. R. I. Comit. de Küenburg, Archiepiscopo Salisburgensi, S. Sedis apostolicae Legato Nato, Germaniae Primati & Principi ac Domino suo Clementissimo, Dedicatae ab Henrico I. F. Biber, Altme memtae Celsitudinis Suae Capellae Vice Magistro. Anno M. DC. LXXXI. Das dem Werke beigegebene Portrait des Komponisten trägt folgende Umschrift: „Henricus I. F. Biber, Celsmi ac Reum Principis et Archiepi. Salisburg: Capellae Vice-Magister, aetat: suae XXXVI annorum“.2)
71) Der Titel dieses Werkes ist: „Chi La Dura La Vince di Henrico Franc. di Bibern, Maestro di Capella della Altezza Giovanni Ernesto Arcivescovo Principe di Salisburgo“.
92) Auch dieses Portrait ist, sowie obiger Originaltitel und ein Faksimile der ersten Seite in der erwähnten Neu-Ausgabe der Sonaten reproduziert worden. Es zeigt Bivers wohlgestaltete, ernsthafte, einen Anflug von Humor aufweisende Züge.
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