Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 323

Die violine und ihre meister, 1904

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1schlesischen Städtchen Falkenberg geboren. Er bildete sich im Violinspiel in Wien unter Rosettis Anleitung aus. Gerber berichtet von ihm, daß er ein ausgezeichneter Geiger gewesen sei, und daß er in seinen Violinkompositionen, welche Manuskript geblieben sind, „eben so viel Fremdes als Schwere angebracht habe“. In seiner Salzburger Stellung wechselte er als Dirigent mit Eberlin, Cristelli und Leopold Mozart ab.
3Joseph Blume, geb. 1708 zu München, wurde wahrscheinlich durch seinen Vater, der als Violinist in der Münchener Hofkapelle angestellt war, zum Geiger erzogen. Zunächst fand er in seiner Vaterstadt als Hofgeiger Anstellung, dann trat er in die Dienste des Fürsten Lubomirski, und um 1733 in die Kapelle des Kronprinzen von Preußen. Er gehörte derselben auch nach der Thronbesteigung Friedrichs d. Gr. an. Sein Tod erfolgte 1782. Seine Violin-Capricen erfreuten sich ehedem großer Beliebtheit.
5Georg Simon Löhlein, geboren 1727 in dem Sachsen-Koburg-Gothaischen Orte Neustadt auf der Haide, machte sich durch eine in mehreren Auflagen erschienene Violinschule (1774) bekannt, welche ein mit pädagogischem Verständnis für die Anfangsgründe abgefaßtes Lehrbuch ist, inhaltlich aber nicht mit Mozarts Violinschule rivalisieren kann. Wegen seiner ansehnlichen Statur zur preußischen Garde gepreßt, wurde er bei Collin verwundet. Wiederhergestellt wandte er sich der Musik zu und wurde Musikdirektor in Jena. 1763 ging er nach Leipzig, begab sich aber im Jahre 1779 als Kapellmeister nach Danzig, wo er 1782 starb. Seine Kompositionen sind ohne Belang.
7Von größerer Bedeutung war Wenzeslaus Pichl, geb. 25. Sept. 1741 zu Bechin in Böhmen. Auch für ihn war der Ausgangspunkt der musikalischen Bildung, wie bei so vielen Meistern des vorigen Jahrhunderts, die Singkunst. Schon als zwölfjähriger Knabe gehörte er dem Gesangschor im Jesuitenseminar zu Brzeznicz an. Später wandte er sich nach Prag, um dort den akademischen Studien obzuliegen. Die Tonkunst wurde indessen für ihn in dieser musikalischen Stadt Hauptbeschäftigung. Er spielte fleißig Violine, auf der er schon in seiner Jugend Übung gehabt hatte. Wichtig wurde hier für ihn

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