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Scan 322
Die violine und ihre meister, 1904
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1Stelle in der bischöfl. Kapelle zu Würzburg, von wo er 1753 als Konzertmeister nach Darmstadt berufen wurde." Nach Nagel starb er dort am 18. Febr. 1790. Noch ist bekannt, daß er im Mai 1749 in Frankfurt a. M. zwei Konzerte gab.
3Gerber versichert, Enderle sei als Künstler wie als Mensch gleich sehr geschätzt worden, und nennt ihn "einen der größten Violinisten seiner Zeit und gründlichen Tonsetzer, nicht allein für die Violin, sondern auch für das Clavier." Seine Werke, von denen nichts gedruckt ist, befinden sich zumeist in Darmstadt. Es finden sich darunter Violinkonzerte, zwei Symphonien — deren bei Nagel mitgeteilte Themen recht trocken ausschauen — zwei Kantaten und eine zum Geburtstag Ludwigs VIII. im Jahre 1766 geschriebene Gratulationsmusik. one of two readings
4Gerber versichert, Enderle sei als Künstler wie als Mensch gleich sehr geschätzt worden, und nennt ihn „einen der größten Violinisten seiner Zeit und gründlichen Tonsetzer, nicht allein für die Violin, sondern auch für das Clavier.“ Seine Werke, von denen nichts gedruckt ist, befinden sich zumeist in Darmstadt. Es finden sich darunter Violinkonzerte, zwei Symphonien — deren bei Nagel mitgeteilte Themen recht trocken ausschauen — zwei Kantaten und eine zum Geburtstag Ludwigs VIII. im Jahre 1766 geschriebene Gratulationsmusik. one of two readings
6Aus derselben Kapelle verdient allenfalls noch Erwähnung der Violinist (Sekretär und Kammermusikus) Schetty, der 1749 mit Rücksicht auf seine zahlreiche Familie, die sich täglich (!) vermehre, um Gehaltserhöhung einkam, die ihm 1751 wegen seiner "Uns zu gnädigem Gefallen gereichenden Virtü auf der Violin" auch zuteil wurde. Von seiner "zahlreichen Familie" machten sich ein Sohn (Christoph) als seinerzeit bedeutender Cellist und eine Tochter (Ludomilla oder Charlotte Luise Dorothea, wenn es nicht zwei verschiedene sind) als Sängerin einen guten Namen. one of two readings
7Aus derselben Kapelle verdient allenfalls noch Erwähnung der Violinist (Sekretär und Kammermusikus) Schetty, der 1749 mit Rücksicht auf seine zahlreiche Familie, die sich täglich (!) vermehre, um Gehaltserhöhung einkam, die ihm 1751 wegen seiner „Uns zu gnädigem Gefallen gereichenden Virtü auf der Violin" auch zuteil wurde. Von seiner „zahlreichen Familie" machten sich ein Sohn (Christoph) als seinerzeit bedeutender Cellist und eine Tochter (Ludomilla oder Charlotte Luise Dorothea, wenn es nicht zwei verschiedene sind) als Sängerin einen guten Namen. one of two readings
9Heinrich Christoph Degen, geb. zu Anfang des 18. Jahrhunderts bei Glogau, war 1757 am Schwarzburg-Rudolstädter Hofe als Soloviolinist und Cembalist tätig; von seinen Violinkompositionen ist nichts gedruckt.
11Ebenfalls am Schwarzburg-Rudolstädter Hofe wirkte und starb Johann Groß, der um 1688 bei Nürnberg geboren wurde (Fétis). Nach Reisen in Ungarn, wo er Militärkapellmeister unter Löffelholz war, und einem Aufenthalt in der Garnison Wiens trat er in die Kapelle des Fürstbischofs von Bamberg. Um 1723 endlich wird er als Konzertmeister des Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt genannt, in dessen Diensten er 1735 starb.
13Der erzbischöflich Salzburgische Hofkomponist Ferdinand Seidel wurde zu Anfang des 18. Jahrhunderts, und zwar in dem
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