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Scan 633
Die Violine und ihre Meister, 1910
7 lines. Read by computer on 3 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 613. See the scan on archive.org.
1indessen nur eine quantitative Bedeutung beizumessen. Sie beweisen wohl, daß der Musikbetrieb in London enorme Dimensionen angenommen, nicht aber zugleich, daß das tonkünstlerische Vermögen der Engländer sich dadurch in bemerkenswerter Weise gesteigert hat. Sehr bezeichnend für die wenig belangreiche Musikbegabung der Briten bleibt es immer, daß sie auch in neuerer Zeit noch keinen einzigen wahrhaft bedeutenden Komponisten hervorgebracht haben. Sterndale Bennett, wohl der namhafteste englische Tonseker des 19. Jahrhunderts, erscheint als eine abgeblasste Kopie Mendelssohn-Bartholdys und hat sich zu einer selbständigen Produktivität nicht zu erheben vermocht. In der Gegenwart ist Billiers Stanford, der in Leipzig und Berlin studiert hat, ein fleißiger und talentvoller Komponist, doch gleichfalls keine bahnbrechende Erscheinung. Auch als ausübende Musiker zeichneten sich bisher nur verhältnismäßig wenige Engländer aus. Unter den Violinspielern haben wir seit Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts an hervorragenderen Persönlichkeiten zu verzeichnen: Banister den jüngeren, William Corbett, Dubourg, Clagg, Fisher, Linley, Ashley, Bridgetower, Blagrove, die Gebrüder Holmes sowie Carrodus. Von ihnen sind Dubourg, Clagg, Linley, Ashley, Blagrove und Carrodus bei den verschiedenen Schulen, denen sie angehören, bereits besprochen worden, so daß wir uns an dieser Stelle auf die übrigen beschränken. one of two readings
2indessen nur eine quantitative Bedeutung beizumessen. Sie beweisen wohl, daß der Musikbetrieb in London enorme Dimensionen angenommen, nicht aber zugleich, daß das tonkünstlerische Vermögen der Engländer sich dadurch in bemerkenswerter Weise gesteigert hat. Sehr bezeichnend für die wenig belangreiche Musikbegabung der Briten bleibt es immer, daß sie auch in neuerer Zeit noch keinen einzigen wahrhaft bedeutenden Komponisten hervorgebracht haben. Sterndale Bennett, wohl der namhafteste englische Tonseker des 19. Jahrhunderts, erscheint als eine abgeblaste Kopie Mendelssohn-Bartholdys und hat sich zu einer selbständigen Produktivität nicht zu erheben vermocht. In der Gegenwart ist Billiers Stanford, der in Leipzig und Berlin studiert hat, ein fleißiger und talentvoller Komponist, doch gleichfalls keine bahnbrechende Erscheinung. Auch als ausübende Musiker zeichneten sich bisher nur verhältnismäßig wenige Engländer aus. Unter den Violinspielern haben wir seit Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts an hervorragenderen Persönlichkeiten zu verzeichnen: Banister den jüngeren, William Corbett, Dubourg, Clagg, Fisher, Linley, Ashley, Bridgetower, Blagrove, die Gebrüder Holmes sowie Carrodus. Von ihnen sind Dubourg, Clagg, Linley, Ashley, Blagrove und Carrodus bei den verschiedenen Schulen, denen sie angehören, bereits besprochen worden, so daß wir uns an dieser Stelle auf die übrigen beschränken. one of two readings
4John Banister der jüngere, geb. gegen 1663 zu London, ein Sohn des schon (S. 608) erwähnten Violinisten gleichen Namens, war der Schüler seines Vaters und gehörte nach vollendeter Ausbildung dem Orchester des Drury Lane-Theaters an. In demselben wirkte er bis 1720 mit. Im Jahre 1735 starb er. In der Sammlung „Division Violin“ veröffentlichte man von seiner Komposition varierte „Capricen“. Außerdem gab er um 1690 im Verein mit dem deutschen Tonseker Gottfried Finger, welcher damals in London lebte, folgendes Werk heraus: „Ayres, Chacones, Divisions, and Sonatas for Violins and flutes.“
6William Corbett, ein für seine Zeit namhafter Violinist, war mehrere Jahre hindurch Orchesterchef des Hay-Market-Theaters. 1710 begab er sich nach Rom, von wo er nach Gerber 1724 (nach Fétis 1740) zurückkehrte und in London in einem Konzert auftrat. Im übrigen ist von seiner Tätigkeit als ausübender Künstler nichts
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.