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Scan 209
Die Violine und ihre Meister, 1920
11 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 187. See the scan on archive.org.
1eingeteilt hat, zu denen je 12 „Leçons de gradation“ gehören, die aber als selbständige Werke und also unabhängig von der Violinschule im Druck erschienen.
3In seinen Kompositionen lehnt Tessarini sich entschieden an Corelli an, ohne sich irgendwie auszuzeichnen. Seine Violinsätze haben mehrenteils etwas Etudenartiges, und die dazu gehörenden Bassbegleitungen sind mit geringen Ausnahmen von gewöhnlicher Beschaffenheit. Sein Todesjahr ist unbekannt.
5Nicolo Cosimi wurde zu Rom in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts geboren. Er ging 1702 nach London und veröffentlichte dort zwölf Violinsolos. Einige Zeit darauf kehrte er nach Italien zurück und starb dort bald. Er wird von Burney als ein vorzüglicher Violinspieler gerühmt.
7Francesco Montanari, gegen Ende des 17. Jahrhunderts zu Padua geboren, wirkte von 1717 bis an sein Ende (1730) als Zelebrität des Violinspiels am St. Petersdome zu Rom. Seine Arbeiten gewähren kein besonderes Interesse. Sie sind meist inhaltssleer und häufig von ziemlich roher, unsauberer Gestaltung¹. Besseres leistete, zumal in formeller Hinsicht, Giuseppe Matteo Alberti², geb. um 1685 zu Bologna (gest. 17 . .), dessen Amt und Würden aus dem Titel seines ersten, 1713 in genannter Stadt veröffentlichten Werkes zu ersehen sind: „X Concerti per Chiesa, e per Camera, ad Uso dell’ Academia eretta nella Sala del Sig. Co. Orazio Leonardo Bargellini, Nobile Patrizio Bolognese, composti e dedicati al suddetto Signore da G. M. Alberti, Musico Sonatore di Violino nella Perinsigne Collegiata di S. Petronio di Bologna, et Accademico Filarmonico.“ Der Autor erinnert in diesen Kompositionen, von denen 5 Kirchenkonzerte und 5 sogenannte Symphonien (d. h. Konzerte ohne obligate Violine) sind, an Corellis Satzweise. Der Titel seines dritten Werkes in englischer Ausgabe ist: „Solos for a Violin with a Thorough-Bass for the Harpsi-
9¹ Günstiger urteilt Schering über seine in Dresden befindlichen Violinkonzerte (1. c. S. 102). Torch erwähnt ihn nicht.
10² Ein anderer Violinist Alberti, Pietro mit Namen, stand nach Fétis und Eitner in Diensten des Prinzen Carignan, Bruders des Herzogs von Savoyen. Er ließ sich im Jahre 1697 vor Louis XIV. als Violinist hören. Royer in Amsterdam druckte 1700 dreistimmige Sonaten von ihm als Op. 1. Weiteres ist über ihn nicht bekannt.
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